Mass Effect 3: Drew Karpyshyn äussert sich erneut zu dem Ende!

(Mass Effect 3)
vom 19.06.2013, 21:28 Uhr

Für die wenigen unter euch, die nicht wissen wer Drew Karpyshyn ist, er war Lead Writer bei Mass Effect 1 und 2 und verließ BioWare kurz vor Release von Mass Effect 2, um sich neuen Herausforderungen zu widmen. Seine Position als Lead Writer nahm danach Mac Walters ein. Nun hat sich Drew Karpyshyn im Gaming Radio VGS detaillierter zu den möglichen Ideen für das Mass Effect 3 Enden geäussert. Er spricht dort auch von einigen Ideen, welche bisher noch eher unbekannt sein sollten.

Zuerst spricht er über das Ende was zu seiner Schaffenszeit wohl eingesetzt werden sollte und zwar dem bereits vor einiger Zeit erwähnten "Dark Energy Ende". Er spricht hier aber von einer Idee, die noch nicht richtig durchdacht und auch nicht konkretisiert wurde. Die Idee dahinter war, dass die Dunkle Energie etwas war zu dem nur organische Wesen Zugang hätten und zwar durch technisch-wissenschaftliche bis magische Gründe, welche selbst BioWare noch nicht kannte. Die Nutzung dieser Dunklen Energie hätte dann negative Auswirkungen auf das Raum-Zeit-Kontinuum haben können. Die Reaper hätten die Organsichen dann auslöschen wollen, weil die Nutzung von Biotik und Dunkler Energie dazu hätte führen können, dass die komplette Galaxie zerstört würde.

Als BioWare bei diesem Gedanken nicht weiter kam wollten Sie dies auf ein anderes Level bringen und die Idee leicht umdrehen. Die Reaper wollten diese drohende Gefahr des Gegenteils des Urknalls abwenden in dem sie biotische Spezies nach ihren Wünschen formen wollten, welche die Kombination von Biotik und Dunkler Energie in ihrem Sinne nutzen würden. Die Protheaner waren nahe dran, die Asari auch, nur eben noch nicht so wie die Reaper es wollten. Daher wird alles ausgelöscht und man versucht es von vorne.

Er stellt zugleich klar, dass beide Ideen nur sehr vage und nicht durchdacht waren und deswegen wendete man sich davon ab. Er erwähnt, dass dieser Plot bei vielen Hardcore-Fans als bessere Idee für das Ende gelte als das Aktuelle, zugleich denkt er aber auch, dass viele mit diesem Plot nicht zufrieden gewesen wären. Er findet es lustig zu lesen, dass Leute einzelne Teile daraus aufgreifen die ihnen gefallen, ihren Teil dazu denken und es dann als Wunschbild sehen. Er meint dies machen viele Fans auch wenn sie sich das perfekte Spiel vorstellen, bis es dann herauskommt und es eben doch nicht perfekt ist.

Er erwähnt dann noch kleinere Ideen die bereits früher verworfen wurden. Diese wurden damals als zu wackelig oder zu verrückt eingestuft um sie wirklich zu verwenden. Eine gewisse Zeit lang stellte man sich vor, dass Shepard ein Alien sein könnte ohne dies zu wissen. Aber diese Idee war ihnen dann doch zu Nahe an der Geschichte von Revan aus Knights of the Old Republic.

Zum Ende erwähnt er einen verworfenen Plot, der unter Umständen wieder aufgegriffen und für das Mass Effect 3 Ende verwendet wurde. Man hatte die Idee, dass sich Shepard in eine Art Cyborg transferiert und als Verständigungsbrücke zwischen Organischen und Synthetischen dienen sollte. Einige Dinge in Mass Effect 3 gehen in diese Richtung, wie auch bei den Wahlmöglichkeiten am Ende. Diese Cyborg-Idee war ebenfalls zuerst als Erklärung für den Mass Effect 2 Start gedacht und sollte das Überleben von Shepard erklären.

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geschrieben von Butzilla | Kommentare (8)

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Eure Kommentare

Yuta
Besser als das jetzige Ende 20.06.2013, 11:10 Uhr
Ich finde dieses vage Ende irgendwie schlüssiger als das jetziges. Verdammt, warum haben sie das nicht genommen?
Butzilla
Mitarbeiter
@Yuta 20.06.2013, 11:19 Uhr
Irgendwie stellt sich doch die Frage, warum Leute dieses Ende möchten, wo doch auch die Spacemagic einer der Hauptkritikpunkte war......

Die Aussage von Drew ist beim Dark Energy Ende, dass sie die Erkläurung für den Grund dann genauso auf Spacemagic gehabt hätten.
Zitat:
because of various techno-science magic reasons we hadn't decided on yet.
DT
Ende 20.06.2013, 11:31 Uhr
Ich finde das jetztige Ende besser (also Extended Cut). Dieses Dunkle-Materie-Ende wäre mir zu wissenschaftlich. Da ist für mich die Idee des ewigen Konflikts zwischen oranischem und synthetischem Leben (also zwischen Schöpfer und Geschöpf) besser, da sie sehr viel philosophischer ist. Außerdem wird diese Frage (also künstliche Intelligenz, künstliches Leben) die Menschheit auch im realen Leben in Zukunft noch beschäftigen.

Btw: Die Reaper nutzen doch, wenn ich mich recht entsinne, auch Masseeffektfelder, sogar ziemlich starke. Auf Virmire in ME1 wird sogar mal gesagt, die Sovereign habe ein Wendemanöver geflogen das jedes normale Schiff zerrissen hätte. Müssten die Reaper diesen negativen Effekt der dunklen Materie dann nicht verstärken?

Ich hab zum Thema "verworfene Enden" auch mal was interessantes gelesen, das schon in die Richtung der News geht.
Link:
http://www.strategyinformer.com/news/17086/mass-effect-writer-drew-karpyshyn-reveals-original-mass-effect-3-endings

Für die nicht englischsprachigen kurz zusammengefasst: Im Prinzip wie in der News oben geschrieben, nur das die Reaper die Organischen ernten um ihre Intelligenz in Reaperform zu bündeln um damit das dunkle-Materie-Problem zu lösen. Die Menschheit nimmte wegen ihrer besonders großen genetischen Vielfalt ne Sonderrolle bei dieser Lösung ein, weswegen die Kollektoren im ME2 nen Menschenreaper bauen. Shep hätte bei diesem Ansatz am Ende von ME3 die Möglichkeit gehabt, die Menschheit zu opfern um die restliche Galaxie zu retten
DT
Nachtrag 20.06.2013, 11:51 Uhr
Die Dunkle Materie sollte übrigens auch die Erklärung für den beschleunigten Verfall der Sonne während Talis Rekrutierungsmission in ME2 auf Haestrom sein.
Y2andy
Ganz nett 20.06.2013, 19:44 Uhr
Ja kein schlechten Ideen hätte man was daraus machen können, finde das ende wie es jetzt ist aber besser. Muss aber sagen das ich auch dachte man muss die Menschheit opfern. Sie haben ja gesagt das man Rassen opfern muss um das große ganze zu retten. Ich dachte dabei an die Erde, was mir sehr gut gefallen hätte und einen schönen bösen nachgeschmack hinterlassen hätte b:p
AbaddonsHeir
Hmm 20.06.2013, 23:35 Uhr
Ob das nun gut oder schlecht gewesen wäre, werden wir nimmer erfahren....
Ich für meinen Teil wäre auch voll zufrieden gewesen, wenn der Grund für den Zyklus nicht erklärt worden wäre, allerhöchstens angedeutet, und der Fokus der letzten Szenen des Spiels auf eine dicke Verteidigungs-/Eroberungsschlacht hinausgelaufen wären, wie es damals im "Take Back Earth"-Trailer angedeutet wurde. So wie es sich allerdings abgespielt hat, mit diesen bei Release halbgaren und, vom Feeling, hingeklatschten Enden, die man dann als große Kunst verkaufen wollte, war es einfach nur enttäuschend und da hat auch der Extended Cut nichts mehr retten können, der Schaden war angerichtet...
Gott hat mir das die Freude am Spiel ausgetrieben und tatsächlich habe ich die ME-Reihe seither auch nicht mehr angefasst... :(
Fazit: Schreiberwechsel mitten in einem Projekt ist schlecht^^
DonAlejandroDraper
Viele Köche verderben den Brei u.n.d. s.o. 21.06.2013, 16:02 Uhr
Bioware hat sich da schon was ganz gutes zusammengeschustert.

Wer sagt denn, dass mit Mass Effect 3 alles enden muss, die Galaxie ist noch lange nicht am Ende.
Diese Dunkle Materie kann zum Beispiel Thema des nächsten "Bösewichts" sein. Ein Bösewicht zum Nicht-anfassen, eine Materie, die du nicht verstehst, die einfach verschlingt, wie ein Nebel, den du auch nicht einfach wegpusten kannst...

Mit dem aktuellen Ende sagen sie ja auch, dass die Geschichte um Shepard endet. Wir, die Spieler, haben uns in das Universum von Mass Effect einführen lassen - mit Hilfe von Shepard. Nur weil seine Geschichte zu Ende zu sein scheint, heißt das nicht, dass Mass Effect zu Ende ist.

In den jetzigen Enden ist alles enthalten, von Kontrolle, bis Zerstörung, zu dem Cyborg, der vermitteln soll, als auch die Dunkle Materie.
Nehmen wir die Indoktrination, sie ist auch in diesen Enden enthalten und ermöglicht, wie alle anderen Enden auch, sei es die Speicherung aller Intelligenzen --> Was ja durchaus noch immer das Ziel der Reaper sein kann, weil die Lösung einfach nicht vorhanden ist.

Warum muss ein Spiel immer eine Lösung haben?

Ich finde den Gedanken ganz interessant, vor etwas Unbekanntem zu stehen, ein Problem zu erschaffen, für welches eben noch keine Lösung besteht.

Zum Ende von Mass Effect 3: Ich denke der Kasus Knacktus ist einfach mal der nicht vorhandene Endfight - wenn der wenigstens da gewesen wäre und das Ende zumindest nicht einfach da wäre, nicht "nur" dramatisch sondern auch pompös, dann wäre der Shitstorm auch gar nicht soo groß geworden.

Nun sind gut 1 1/2 Jahre vergangne und ich wette dass Bioware nun genügend Ideen hat wie es weiter geht und ich bin fest davon überzeugt, dass dieses "offene Ende" ganz prima Möglichkeiten für das Weiterbestehen des Mass Effect Universums sichert.
DonAlejandroDraper
Nachtrag 21.06.2013, 16:08 Uhr
Mit der Zerstörung der Reaper sind wir vielleicht sogar weiter entfernt... weil wir die Reaper nicht verstanden haben und die Reaper uns keine Chance gaben sie zu verstehen, nun stehen wir alleine da, vor einem gigantischen Untergang.

Bei Mass Effect 4 rechne ich mit sowas:

Flucht in neue Welten...

oder so :D

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