Interview mit Lead Writer Mac Walters
vom 02.08.2011, 12:03 Uhr
Das Newsportal NEWSarama.com hat vor kurzem ein umfangreiches Interview veröffentlicht, das sich mit der kommenden Comic-Serie "Mass Effect: Invasion", Mass Effect 3 und allerlei weiteren interessanten Themen beschäftigt. Rede und Antwort stand Mac Walters, seines Zeichens Lead Writer für Mass Effect 3 bei Bioware auf der Comic-Con in San Diego. Im Folgenden liefern wir eine Zusammenfassung des englischsprachigen Materials:
- Wie aus den anderen Comics und den Büchern bekannt ist, sind Aria und der Unbekannte nicht gerade Freunde. Der Comic wird sich näher mit ihrer Beziehung zueinander beschäftigen, wieso sie trotz aller Differenzen Geschäfte miteinander machen und in gewisser Weise voneinander abhängig sind. Dabei wird auch aufgezeigt werden, was aus Cerberus in Mass Effect 3 werden wird. Der Interviewer wirft den Begriff "Indoktriniert" in den Raum. Leser der Mass Effect Bücher wissen bereits, dass Cerberus an einem Projekt gearbeitet hat die Indoktrination der Reaper nachzuahmen und zu brechen. Protagonist dieser Geschichte war Paul Grayson. In Mass Effect: Invasion wird mehr über diese Pläne enthüllt werden und näher auf die Motive von Cerberus dazu eingegangen werden. Diesbezüglich verrät Walters: "Cerberus wird nach wie vor mit dem Feuer spielen." Der Unbekannte gibt nicht einfach nachlässig vermeintliche Vorteile aus der Hand, solange sie nützlich sein könnten. Walters wirft allerdings die Frage auf, wie lange es noch dauern wird, bis sich Cerberus schließlich verbrennt? Mass Effect 3 wird viel über den Unbekannten aufdecken. Nach wie vor ist der Unbekannte die selbe Persönlichkeit wie in Mass Effect 2. Damit deutet Walters an, dass entgegen so mancher Gerüchte der Unbekannte nicht indoktriniert sein wird, egal, wie man bisher gespielt hat. Bei Bioware möchte man vermeiden, dass Spieler das Gefühl bekommen "Oh, der Kerl, für den ich die ganze Zeit gearbeitet habe ist in Wirklichkeit der Feind!"Dies bedeutet jedoch nicht, dass er sich nicht in Teilen durch Lebenserfahrungen verändert hat.
- Auch nach Commander Shepard und dem Ende von ME3 wird es mit großer Wahrscheinlichkeit weitere Ausflüge in das Universum von Mass Effect in Form von Comics geben. Walters ist überzeugt, dass Geschehnisse vor oder nach der Spiele-Trilogie viel interessantes Erzählmaterial beinhalten. Solange man sich weiterhin auf vielversprechende Charaktere mit interessanten Geschichten setzt, werden die Comics weiterhin erfolgreich sein.
- Mac Walters berichtet, dass er durch die ausgiebige Arbeit an den Comics viel Neues gelernt habe. Er liebt die Herausforderung, die mit einer solchen Arbeit einhergeht und nimmt auch Fehltritte in Kauf, denn nur so lerne man wirklich dazu. Das Team vor Dark Horse habe ihn großartig unterstützt. Walters würde gerne eine eigene Serie entwickeln und fühlt sich bei Dark Horse in guten Händen. Doch zunächst muss er Mass Effect 3 seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken, sodass für solche Unternehmungen im Moment keine Zeit ist. Jedenfalls noch nicht...
- Die Fans hat ein ein Fieber gepackt und sie können das Erscheinen von Mass Effect 3 kaum noch erwarten. Walters sagt, dass man sich bei Bioware dessen bewusst sei. Er ist zuversichtlich, dass die Fans das bekommen, was sie erwarten und darüber hinaus noch mehr! Mit Mass Effect stand Bioware erstmals eine echte Trilogie ins Haus, sodass man hier viele neue Erfahrungen hinsichtlich der Entwicklung der Story machen konnte. Die Story von ME3 wird die Fans in jeder Hinsicht restlos begeistern, ist sich Walters sicher. Die hohe Erwartungshaltung der Fans habe die Leute bei Bioware zu immer besseren Leistungen verholfen. Man ruhe sich nicht gerne auf Lorbeeren aus und habe sich zum Ziel gesetzt sich Stück für Stück weiter zu verbessern.
- Auch berichtet Mac Walters über seine Arbeit mit Drew Karpyshyn und erzählt, wie er zum Lead Writer wurde. In dieser Position hat er wichtige Aufgaben zu erfüllen. Dazu zählt auch die Koordination des Schreiber-Teams. Ebenso gehört die enge Zusammenarbeit mit Casey Hudson (Executive Producer) dazu. Gemeinsam im ganzen Team arbeitet man dann grobe Richtungen der Story aus. Im weiteren kreativen Verlauf des Storywritings lässt man den Schreibern dann natürlich auch genügend Freiraum zur Entwicklung einer "eigenen" Geschichte. Als Beispiel führt Walters hier die Loyalitätsmissionen aus ME2 an. Jeder hatte hier den Freiraum den er benötigte. Nur musste der Teil der Story wie ein Puzzleteil nachher zum Ganzen der Story passen.
- Ein wichtiger Punkt in Mass Effect 3 werden wieder die Gespräche zwischen den Squadmitgliedern und dem Protagonisten sein. In Mass Effect 2 haben viele Fans die häufig humorvollen kleinen Wort-Geplänkel zwischen den Charakteren vermisst. Dort war es ein "logistisches PRoblem", sagt Walters. In ME2 gab es so viele Charaktere, dass das nicht so gut geklappt hat. In ME3 hingegen wird es wieder mehr solcher Gespräche geben, die nicht nur wichtig für die Charakterentwicklung und Glaubwürdigkeit sind, sondern häufig auch einfach nur lustig.
- Walters ist stolz darauf, wie sie die Geschichte des Mass Effect - Universums entwickelt und sie Stück für Stück in den Spielen vollendet haben. Es habe ganze drei Spiele gebraucht, um ihre tollen Ideen unter zu bekommen. In Mass Effect 3 laufen nun alle Stränge zusammen und münden in einem einzigartigem Spielerlebnis. Des Weiteren erzählt Walters, wie er die Figur des Protagonisten für die Fans zugänglicher machen möchte. Man solle Shepard's Seele wirklich erforschen können und herausfinden, wo seine Schwächen liegen. Walters zieht hier einen Vergleich mit Maximus aus dem Kinofilm "Gladiator", der ihn gleichermaßen inspiriert habe. Das Verhältnis von Spieler zu Shepard soll einfach intensiver werden. Aber natürlich nur, wenn man das auch möchte.
Das volle Interview gibt es auf www.newsarama.com zu lesen. Der Link ist unten in den Quellenangaben zu finden.





















