Mass Effect 3 verwendet Origin als Kopierschutz
vom 14.01.2012, 10:37 Uhr

Eigentlich war es ein offenes Geheimnis, dass Mass Effect 3 EAs hauseigene Vertriebs- und Sozialplattform Origin benutzen würde. Nun hat Chris Priestly von BioWare im offiziellen Forum den Einsatz der in den letzten Monaten stark kritisierten Software, welche auch bei Blockbustern wie Battlefield 3 zum Einsatz kommt, bestätigt und wichtige Fragen dazu beantwortet.
Demnach werden alle Versionen von Mass Effect 3 für den PC (Retail oder Digital) Origin benötigen, jedoch muss die Software nicht dauerhaft online sein, um Mass Effect 3 im Singleplayer zu spielen. Stattdessen muss sich die Software nur ein einziges Mal mit den Servern verbinden, danach kann sie ausgeschaltet bleiben. Es gibt kein Installationslimit, sodass Mass Effect 3 auf so vielen Rechnern wie gewollt installiert werden kann. Jede Kopie ist dabei allerdings an ein Origin Konto gebunden. Beim Multiplayer hingegen wird Origin dauerhaft online sein, um den Datenaustausch zu gewährleisten.
Weiterhin gab Chris Priestly bekannt, dass Mass Effect 3 nicht über Steam erhältlich sein wird. Das Spiel wird über Origin und einige kleinere Digitale Vertreiber erhältlich sein. Dies begründet er damit, dass Steam einige Passagen zum Service in ihren Verträgen hätten, die die Interaktionen zwischen Entwickler und Kunden limitieren würden, etwa,wenn es um Patches oder DLCs geht. Da man ein bestmögliches Spielerlebnis garantieren möchte, verzichtet BioWare daher auf Steam. Was er nicht sagt ist, dass EAs neuer Dienst Origin in direkter Konkurrenz zu Steam steht und sich bei den Spielern erst etablieren muss - besonders nach der scharfen Kritik der letzten Monate. Schon Battlefield 3 wurde nicht über Steam verkauft und Origin-exklusiv angeboten. Es liegt daher die Vermutung nahe, dass Mass Effect 3 wie Battlefield 3 als Zugpferde für die Plattform dienen sollen.
In den FAQ heißt es weiterhin, dass wie bereits bei Mass Effect 2 die Möglichkeit besteht, das Datensammeln des Spiels im Optionsmenü abzuschalten. BioWare benutzte diese Option bereits in den Vorgängern, um Daten zu Verbesserung des Spiels zu erheben. Die letzten drei Punkte der FAQ richten sich insbesondere an die deutschen Spieler. Hier wird noch einmal geklärt, dass Origin keine Spyware ist und die EULA des Dienstes geändert und angepasst wurde.
Wer sich noch einmal genauer darüber informieren will, wieso Origin so stark in die Kritk geraten ist, dem sei unser Artikel über die Software ans Herz gelegt, der die Ereignisse der letzten Monate zusammenfasst und auf die Probleme eingeht, die vor der EULA Korrektur vorherrschten.





















