BioWare äußert sich erstmals zum Ende in Mass Effect 3
vom 14.03.2012, 15:04 Uhr

Nach zahlreichen Protesten seitens der Fans, die sich über das Ende in Mass Effect 3 beschwerten, äußert sich jetzt erstmals ein Angestellter von BioWare zu den Vorwürfen. Und das ist kein geringerer als Director und Executive Producer Casey Hudson. Im Interview mit digitaltrends.com erklärt er, warum man sich bei BioWare schließlich so entschlossen habe. Des Weiteren werden Themen angesprochen wie der Day-1-DLC, die Kinect-Steuerung und wie Fan-Feedback das Spiel beeinflusst.
Wie User-Feedback Spiele beeinflusst
Zunächst erzählt Casey Hudson, dass man bei BioWare sehr viel Wert auf das Feedback der Kunden lege. Als Game-Desinger sei man auf diese Meinungen angewiesen, um das Spiel so gut wie möglich zu machen. Die Meinung der Designer und des kleinen Personenkreises, die an der Entwicklung beteiligt sind, verblasst aber angesichts der riesigen Masse an Meinungen, die das Team nach Veröffentlichung erreichen. Diese ehrlichen Kommentare der Spieler sind für das Team sehr wichtig und helfen Grundsätze für kommende Spiele festzulegen. Für Mass Effect 3 war es sehr wichtig, so Casey Hudson, dass die Balance zwischen Action und Rollenspiel gehalten wird.
Als Beispiel für das Einfließen von Fan-Feedback in Spiele nennt er die Beziehungen zu nicht menschlichen Charakteren in Mass Effect 2. Viele Leute hätten nach Mass Effect (1) den Wunsch geäußert auch Romanzen zu Aliens einzugehen. Dies habe man in Mass Effect 2 ermöglicht. Und Romanzen mit nicht menschlichen Charakteren sind letztlich ein großer und wichtiger Bestandteil der Serie geworden.
Wie Sprachkommandos das Spielerlebnis in Mass Effect 3 beeinflussen
Sprachkommandos, die mittels Kinect für die xBox 360 gegeben werden, verbessern laut Casey Hudson das Erlebnis merklich. Nicht nur mehr der Controller ist Schnittstelle zum Spiel, sondern auch die Stimme. Und die - da Teil von einem selber - sorge dafür, dass man sich in der virtuellen Welt noch mehr Zuhause fühlt. Man interagiere auf einem ganz neuen Level mit den Charakteren, da man selber zu ihnen spreche. Die Story und die Atmosphäre, die dadurch entstehe ziehe die Leute noch mehr in das Spiel und wird laut Casey in der Zukunft auch eine immer größere Rolle spielen.
Was Casey zu den Reaktionen auf die Enden meint
Casey sagt, dass er nicht wollte, dass Mass Effect 3 leicht zu vergessen ist. Und durch die Enden, die die momentan zu beobachtenden, polarisierenden Reaktionen hervorrufen, sei dies in gewisser Weise auch geglückt. Die Leute debattieren darüber, was die Enden bedeuten, was als nächstes passiert und in welchen Situationen die Charaktere sind. Dies gehört für Casey Hudson zu einer spannenden Story dazu. Weiter sagt er, dass immer gewisse Mystery-Elemente im Spiel gab, wohingegen andere Sachen von der Interpretation abhingen. Unterm Strich sei es eine Geschichte. über die die Leute reden könnten.
Gleichzeitig erzählt Casey, achte man bei BioWare sehr genau auf das Feedback der Fans und versuche es zu interpretieren und so gut wie möglich darauf einzugehen. Hier führt er als Beispiel das Interesse an Liara an. Dies sei seitens der Fans sehr groß gewesen. Also arbeitete man an einen speziellen DLC zum Charakter (Lair of the Shadow Broker) und den Comics.
Wie Casey über die Reaktionen zum Day-1-DLC "From Ashes" denkt
Casey ist der Ansicht, dass es beim ersten DLC zu einigen Missverständnissen kam. Zunächst stellt er klar, dass der Inhalt nicht dem eigentlichen Spiel entnommen und in den DLC gesteckt wurde. Er glaubt, dass die Leute, jetzt da sie Mass Effect 3 gespielt haben, nun einsehen werden, dass dies nicht der Wahrheit entspräche. Viele Leute wüssten nicht, wie einige Dinge in der Spieleentwicklung vonstatten gingen, meint Casey. Dies begünstige Missverständnisse und daraus resultierender Unmut auf Seiten der Fans. Als ein "Multi-Studio-Unternehmen" habe man zugleich viele Spiele in der Entwicklung. Wenn ein Spiel fertig entwickelt ist, vergehen noch einige Monate bis zur Veröffentlichung. In der Zwischenzeit wenden sich die Entwickler anderen Arbeiten zu, die mitunter Millionen von Dollar Entwicklungszeit kosten. In diesem Fall habe man sich an die Entwicklung des DLCs gemacht. Dieser sollte den Leuten als optionaler Inhalt zur Verfügung stehen, den sie bei ihrem ersten Spieldurchgang mit erleben könnten. Jetzt, da die Leute Mass Effect 3 gespielt haben, sehen ein, dass es optionaler Inhalt war, meint Casey Hudson.
Das gesamte Interview auf Englisch könnt ihr unter folgendem link einsehen:






















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!Ich weiß nicht was ihr alle habt. Ich denke es ist gut so, denn ich glaube BioWare wollte kein Ende, das vorhersehbar ist, sondern eines, das man jetzt nicht so leicht durchschauen kann!
