Mass Effect 3 - Mein Fazit

(Kolumne)
vom 03.04.2012, 21:07 Uhr

Nachdem AeiaCarol euch vor kurzem an ihren Eindrücken zum Mass-Effect-3-Ende teilhaben ließ, folgt nun hier mein Review zum Spiel. An dieser Stelle werdet ihr auch in Zukunft Reviews, Kolumnen oder sonstige Kommentare unseres Teams finden, also schaut regelmäßig vorbei - und teilt uns in den Foren weiterhin eure Meinungen zum Spiel mit.

Das Spiel
Nach dem Erscheinen von Mass Effect 2 im Jahre 2010 sollte die Geschichte um Shepard gut zwei Jahr später abgeschlossen werden. Natürlich waren die Erwartungen nach dem Vorgänger einigermaßen groß, sicherlich aber auch durch eine merkwürdige Hier-ein-Code-da-ein-Code - Werbekampagne seitens Bioware angeheizt. Das einigermaßen abgespeckte Dragon Age 2, ebenfalls aus dem Hause EA-Bioware, ließ allerdings vorher schon vermuten, dass uns so etwas hier ebenfalls erwarten könnte. In meinem Fall war es eine Mischung aus ordentlicher Vorfreude, gemischt mit einer größeren Portion Skepsis dank EAs Verkaufsmodellen, mit der ich der Veröffentlichung von Mass Effect 3 entgegensah - und die meisten Erwartungen in dieser Hinsicht wurden auch wirklich erfüllt. Aber sehen wir uns mal im Detail an, was das neue Shepard-Abenteuer auf der Playstation 3 taugt.

Bild 2

Die Geschichte
Mass Effect 2 endete mit dem Sieg über die Kollektoren, während jedoch abzusehen ist, dass es zu einer baldigen Reaper-Invasion kommt. Shepard und Kameraden feiern ihren Sieg auf der Normandy, Harbinger nimmt mit seinen Reaper-Streitkräften Kurs auf die Galaxis ... in ME3 findet man sich nun plötzlich auf der Erde wieder; Shepard soll inhaftiert gewesen sein und von seinem Kommando suspendiert.
Was ist da passiert? Was geschah nach den Ereignissen in Mass Effect 2 und was soll dieser komische Zeitsprung? Hier hat man mal wieder die Möglichkeit genutzt, den Spielern zusätzlich Geld aus der Tasche zu ziehen, denn, was zwischen den Spielen geschah, erfährt man nur, wenn man den Zusatzinhalt "Arrival" gespielt hat. Anderenfalls wird man sich während des Spielens öfter fragen, wovon denn nun schon wieder geredet wird, wenn dich z.B. ein Batarianer beschuldigt seinen Heimatplaneten zerstört zu haben ... ah, ja. Ich empfehle in diesem Fall, sich ein zwei Videos zu "Arrival" anzusehen, denn man merkt schon, dass hier eine Lücke in der Handlung klafft (hoffentlich muss man bald nicht auch den Endgegnerkampf eines EA-Spiels dazukaufen).
Ok, Augenbrauen hochgezogen - weitergespielt. Jedenfalls beginnt Mass Effect 3 mit dem Angriff der Reaper auf die Erde. Shepard, wieder im Dienst, wird nun losgeschickt, um so viele Völker wie möglich zu einer Streitmacht zu vereinen und damit gegen die Reaper zu ziehen ... keine einfache Mission ... oder?

Entscheidungsfreiheit?
Zugegeben - die Demo zu Mass Effect 3 gefiel mir nicht besonders. Während das Kampfsystem mehr oder weniger gleich geblieben ist, fielen mir fehlende Entscheidungsmöglichkeiten, automatisch ablaufende Gespräche und ein abgespecktes Dialograd auf. Meine Hoffnung, dass dies im fertigen Spiel vielleicht anders aussehen würde, hat sich später leider schnell zerschlagen. Das Dialograd existiert zwar, wenn man nicht gerade den neu hinzugekommenen Action-Modus auswählt, i.d.R. hat man jedoch nur die Wahl zwischen einer Vorbild-und einer Abtrünnigen-Aktion - neutrale Entgegnungen entfallen ganz und generell gibt es ausreichend Dialogteile, in denen man gar nicht auf das Gespräch einwirken kann. Das ist ärgerlich, denn für mich haben diese dynamischen Dialoge immer einen großen Teil der Mass-Effect-Spiele ausgemacht. Was außerdem auffällt, sind die Auswirkungen mancher Entscheidungen, die man entweder in den Vorgängern getroffen hat oder in Mass Effect 3 treffen muss - sie exstieren in den meisten Fällen gar nicht. Habt ihr euch in Mass Effect dafür entscheiden, Anderson zum Ratsmitglied zu machen? Egal, Udina hat sowieso übernommen. Habt ihr gerade eine Abtrünnigen-Aktion ausgeführt, um jemanden unschädlich zu machen? Das wäre nicht nötig gewesen, denn den gleichen Ausgang hättet ihr auch ohne diese bekommen. Das Bestreben der Entwickler, Mass Effect 3 massentauglicher zu machen, wird hier ziemlich deutlich - während man in den Vorgängern auch bei kleineren Entscheidungen das Gefühl hatte, dass sie ebenfalls etwas änderten (und wenn es nur ein Gespräch war, das anders verlief), gibt es hier ein, zwei größere Entscheidungen - der Rest ändert sich jedoch überhaupt nicht und wird über den Kopf des Spielers hinweg entschieden. Das ist ärgerlich, aber spätestens beim dritten Mal, dass ich das Gefühl hatte, dass es sowieso egal war, für was ich mich in den Vorgängern entschieden habe, hat es wirklich gereicht.

Kampfsystem und Squad
Nichts zu meckern gibt es dagegen am Kampfsystem, das sich nicht großartig von dem der Vorgänger unterscheidet und stellenweise sogar etwas besser von den Hand geht. Deckungen sind nicht mehr so wichtig wie in Mass Effect 2 und einige Stellen kann man sogar sehr gut bestreiten, ohne in Deckung zu gehen. Auffällig ist, dass der Schwierigkeitsgrad insgesamt ordentlich runtergeschraubt wurde und sich Barrieren viel schneller aufladen und man auch Biotiken und Techniken nach schnellerer Abklingdauer wieder einsetzen kann. Wirklich negativ fällt das jedoch nicht auf - die Kämpfe sind actionreich, schnell und machen Spaß. Ich könnte meinen Gegnern stundenlang Biotiken um die Ohren hauen, denn Langeweile kommt hier nicht auf.
Die Waffenvielfalt ist im Vergleich zu ME2 wieder größer geworden und man kann sie wieder mit Modifikationen versehen ... die schiere Anzahl der Waffen hinterläßt hier allerdings ein wenig das Gefühl, dass man durch eine besondere Betonung der Action-Komponente mal wieder die Zielgruppe erhöhen wollte...

Die Anzahl der Squadmitglieder wurde im Vergleich zu Mass Effect 2 wieder deutlich reduziert, wodurch leider auch einige, interessante Charakter wegfielen. Wenn man nun nicht gerade die CE hat und Javik mit ins Team nimmt, darf man sich noch auf seine beiden, alten Haudegen Garrus und Tali freuen, sowie Liara und Ashley bzw. Kaidan aus dem ersten Spiel. Neu dabei ist außerdem James Vega, der ein paar nette Auftritte hat, ansonsten aber eine bessere Ausarbeitung verdient hätte. Auch Charakter aus dem alten Squad trifft man regelmäßig wieder, wobei sich das Wiedersehen mit ihnen aber von Fall zu Fall in der Qualität unterscheidet. Während einige Charaktere sehr packende Szenen spendiert bekommen, hat man das Treffen mit anderen nach der nächsten Mission schon wieder vergessen.

Bild 2

Missionen
Die Anzahl der Missionen hat sich im Vergleich zum Vorgänger leicht erhöht und man kann nun mehrere, wirklich, wirklich unwichtige Nebenaufgaben erfüllen. Ob man Person a im System x Gegenstand s besorgt oder per Scan ein System erkundet und damit gleich die dazugehörige Aufgabe erledigt - für Beschäftigung ist gesorgt, wenn auch nicht gerade schön ausgearbeitet oder anspruchsvoll. Besser gefielen mir da schon die Aufgaben, die ich innerhalb der Citadel erledigen konnte und die Gespräche mit einigen Personen verlangten. Neben den großen Hauptaufgaben gibt es aber außerdem eine handvoll umfangreicher Nebenmissionen, mit denen man eine Weile beschäftigt ist. Zu Belohnung gibt es Credits, Erfahrung und vor allem Kriegsaktivposten, die man benötigt, um eine schlagkräftige Flotte zusammenzustellen.
Wie auch in den Vorgängern hätte ich hier insgesamt gerne noch ein paar Aufgaben mehr gehabt, denn ab einem gewissen Punkt gibt es einfach nichts mehr zu tun. Zwischenzeitlich sorgt eine Mischung aus Nebenmissionen, Interaktion mit den Charakteren auf der Normandy und Herumlaufen auf der Citadel jedoch dazu, dass man auch außerhalb der Hauptmissionen seinen Spaß hat. Auf Minispiele wurde diesmal allerdings komplett verzichtet.

Der Mehrspieler-Modus
Normalerweise spiele ich Spiele nicht gerne im Internet und ziehe es vor, direkt an einer Konsole mit Leuten zu spielen, die auch da sind. Der Mehrspieler-Modus macht dank des gelungenen Kampfsystems aber ordentlich Spaß und selbst, wenn man sich nicht mit anderen Spielern verabredet hat, kommt man problemlos in eine Gruppe, in der das Spielen Spaß macht. Jedenfalls hatte ich bisher nicht das Gefühl, nur Leuten zu begegnen, die wochenlang nichts anderes zu tun hatten und dementsprechend hochgelevelte Charaktere haben. Auch als Neuling kommt man gut rein.

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Graphik & Musik
Graphisch hat sich seit Mass Effect 2 nicht unbedingt etwas getan - beide Spiele sehen gut aus, nur wurden für Mass Effect 3 anscheinend ein paar Sachen an der Engine geändert, was ein paar Charakteren etwas schwammige oder schlichtweg nicht gut aussehende Gesichter gibt. Änderungen, wie die von Ashley zur Modepuppe, sind wohl den männlichen Spielern geschuldet, die so etwas sehen wollen, wirken nur leider absolut unpassend und nicht nachvollziehbar.
Die Gestaltungsmöglichkeiten des eigenen Charakters wurden etwas erweitert, wodurch man ein paar ansehnliche Charaktere erschaffen kann.

Was man an Musik zu hören bekommt, ist solide, tritt allerdings oft in den Hintergrund - ich hätte an ein paar Stellen jedenfalls gerne mehr Musik gehört, vor allem diese epischeren Stücke, die es ja grundsätzlich gibt. Vor allem das Finale ist aber, bis auf wenige Ausnahmen, merkwürdig musikarm, was eindeutig verschenktest Potential ist. Ich muss mir wohl den OST mal genauer anhören, denn im Spiel gehen viele Stücke eher unter.
Die Synchronisation ist wieder auf gewohntem Niveau und weiß zu gefallen. Und damit nicht wieder geschrieen wird, dass man Spiele selbstverständlich nur im Original spielen dürfte, weil Übersetzungen per se nichts taugen, muss ich auch mal eine Lanze für die deutsche Sprachausgabe brechen: Sie ist auf durchweg hohem Niveau, wenn man von ein paar Worten absieht, die unglücklich ausgesprochen werden (Oh~mega).

Anmerkung zur PS3-Version
Es wurde von Leistungseinbrüchen und zahlreichen Rucklern auf der PS3 berichtet, was ich jedoch nicht bestätigen kann. Abgesehen vom gelegentlichen Ruckler beim Betreten eines neuen Gebiets, den es auch bei den Vorgängern auf der XBox gab sowie auf anderen Spielen, ruckelte hier nichts. Von "unspielbar" ebenfalls keine Rede.
Was selten vorkommt, ist, dass ein Charakter während einer Sequenz nicht an der richtigen Stelle oder mit dem Rücken zum Gesprächspartner o.ä. steht. Das Problem gab es auch schon im PS3-ME2, auf der XBox allerdings nicht.
Jedenfalls rieche ich hier Übertreibungen, denn das Spiel spielt sich durchweg flüssig (dass ein Spiel durch Ruckler und lange Ladezeiten sogar in Menüs wirklich unspielbar wird, schafft wohl nur Bethesda. *jubel* Auf den nächsten Patch warte ich noch und dann dürfen die kompetenten Heinis mir mein Geld erstatten).

Die Collector's Edition
Gut, ich wusste, dass ich von der CE nicht begeistert sein würde, aber ich war dennoch beim Auspacken enttäuscht, denn die paar Extrateile sind den Aufpreis wirklich nicht wert.

Für den Preis hätte man das Normandy-Bild locker mindestens im A3-Format dazupacken können ... mit dieser Minipostkarte kann man dagegen nicht besonders viel anfangen. Das Stoffding ist ganz nett, auch wenn ich so gesehen nichts damit anfangen kann (aber zum Herumliegen und Angucken, ok). Dann ist da noch der erste von 4 Teilen des Comics ... na, toll. Das Buch ist ganz nett (und enthält auf den ersten Blick zumindest einen dicken Spoiler, bei dem ich schnell weitergeblättert habe), ist aber in anderen CEs, die weniger kosten, längst Standard, ebenso die Metallhülle.

Was mir sehr übel aufstieß, ist die lieblose Verarbeitung der "Box", die an einigen Stellen unsauber geklebt wurde und sowieso nur aus billiger Pappe besteht. Die Gestaltung davon ist so gesehen zwar nett, aber für eine CE hätte man wenigstens einen Weg finden können, um das dicke BBFC-Logo nicht direkt daraufzudrucken, denn das sieht ätzend aus (ich nehme mal an, in Deutschland kriegt man das blaue USK-Ding in all seiner Scheußlichkeit?). Ich habe das BBFC-Furunkel jetzt übermalt und es sieht schon eine ganze Ecke besser aus.
Und die übliche Frechheit: Es gibt nicht einmal in der teuren Version ein Handbuch, was EA sich jetzt wohl immer spart ... die nächsten Spiele von denen kaufe ich nur noch gebraucht, weil es mich bei Gebrauchtspielen nicht so stört, wenn dann mal das Handbuch fehlt...
Außerdem gibt es ein paar digitale Inhalte dazu, wie "From Ashes" (eine kurze Mission, durch die man den besten Begleiter im Spiel freischaltet) und die Musik zum Herunterladen, weil man bei EUR 90 natürlich keine CD mehr beilegen konnte ...

Bild 2

Fazit
Insgesamt ist Mass Effect 3 ein Spiel, das zu spielen sich lohnt und mit dem man gute 30 Stunden lang seinen Spaß hat. Längen gibt es nicht, wodurch es schwerfällt, die Lust am Spiel zu verlieren. Die Kämpfe machen, wie gewohnt, Spaß und außerdem überzeugt der ME2-Nachfolger durch eine packende Inszenierung. Wie bei Dragon Age 2 bereits zu beobachten, wurde hier aber auch einiges beschnitten, um das Spiel massentauglicher zu machen, wie die Dialoge und Entscheidungen und die Interaktion mit den Charakteren und lieblose Nebenmissionen. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Leute von EA sich mal wieder anderer Geschäftspraktiken zuwenden, aber das ist wohl unwahrscheinlich. Letztendlich scheinen die Masche mit dem "Online-Pass", das konsequente Fehlen von Handbüchern und nun eben die Vereinfachung von Spielinhalten aufzugehen - bedauerlich, denn mit diesen Ärgernissen und dem deutlichen Gefühl, dass man am Kunden Geld sparen will, hätte einiges an Mass Effect 3 keinen so üblen Beigeschmack gehabt.
Wegen dieser Abschnitte ist Mass Effect 3 auf keinen Fall das beste Spiel der Reihe und vor allem die fehlenden Dialogoptionen und die in den Vorgängern vorgetäuschte, nicht existente Entscheidungsfreiheit fallen hier sehr ins Gewicht. Wer die Vorgänger mochte und wem vor allem die Actionkomponente in den Spielen gefiel, wird mit Mass Effect 3 aber dennoch seinen Spaß haben und darf sich auf ein spannend inszeniertes Abenteuer freuen.


geschrieben von Winyett Grayanus | Kommentare (19)

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Eure Kommentare

Sunflower Sassy Sunflower Sassy
sehr schön 03.04.2012, 21:38 Uhr
Geschrieben, hat mir Spaß gemacht es zu Lesen, deine Meinungen über das Spiel vor allem über die Dialoge entspricht genau meine Meinung, es ist nicht dass Mass Effect was ich so bei teil 1+2 liebte. Danke für diese Kolumne :-)
|Lorn|
Im Großen und Ganzen 04.04.2012, 02:47 Uhr
Also wirklich gut ist die deutsche Synchro nicht. Sicher gibt es schlechtere, aber so viele Neubesetzungen wie in der ME-Trilogie machen mir da den Spielspaß einfach zunichte. Oh, und Übersetzungsfehler gibts auch ein paar grausige, oder bereitet Anderson wirklich die Reaper-Invasion vor? :P

Auch die Positionierungsfehler gab es schon im Xbox-ME2, das habe ich nämlich selbst.

Ansonsten aber ein ganz gut geschriebener und logisch aufgebauter Bericht. In Sachen Grafik hätte ich mir vielleicht noch ein paar mehr Aussagen über verbesserte Animationen etc. gewünscht, aber naja.

Moondust82
tweet tweet... 04.04.2012, 11:49 Uhr
Mike Gamble hat gezwitschert:

"Hatte gestern Nacht eine Besprechung mit Casey Hudson. Schaut auf die PAX-Messe. Es gibt ein paar interessante News zu berichten"...

hmm..?! ;)
Blutonos
Deutsche Synchro 04.04.2012, 13:49 Uhr
Ich fand die Synchro von ME1 und 2 ja recht gelungen, aber das, was die mit ME3 angerichtet haben... ne, das war ne reine Zumutung, also nach 3 Stunden das Englische Sprachpaket für die 360 runtergeladen und nochmal von Anfang gespielt und siehe da: alles war in sich stimmig. Dabei war laut Gamestar und 4players die Deutsche Synchro angeblich nochmal besser als die in ME2...
cloud1429
kurzer Einwurf^^ 04.04.2012, 15:25 Uhr
Die Sache ob Anderson und Udina (wer also Ratsherr wurde) ist eigentlich klar.
Im 3ten Roman (der davon ausgeht das Anderson Ratsherr wurde) wird geklärt wie er den Posten verlor bzw. warum er ihn aufgegeben hat.

Tatsache ist aber, man hätte Shepard die Frage geben müssen "Was ist mit ihnen passiert Anderson?" Damit er in 1-2 Sätzen dazu sagt und Klarheit schafft.
Moondust82
@cloud 04.04.2012, 15:32 Uhr
dann klär uns nicht Romanleser doch bitte mal auf ;)
R.E.M.A
asdf 04.04.2012, 15:41 Uhr
hmmm...man kann ja im Endeffect sagen, dass wenn Bioware nicht zu EA gegangen wäre, wäre die Serie vielleicht besser verlaufen...Ich frag mich wirklich was Bioware dazu bewogen hat zu EA zuwechseln.
Butzilla
Mitarbeiter
- 04.04.2012, 16:14 Uhr
Das mit Anderson ist übrigens auch in den Kodexeintragen in ME3 zu finden und er sagt schon in ME2, dass er lieber auf dem Schlachtfeld wäre als den Ratsherr zu geben.

@R.E.M.A:
Ich bezweifle, dass es anders verlaufen wäre, denn EA ist der Investor und nicht der Storywriter. Man könnte auch sagen, dass ME noch schlechter geworden wäre, weil viel weniger Geld zur Verfügung gestanden wäre und man nicht annähernd sowas hätte produzieren können. Das ist alles nur Spekulation und hat keine sichere Beweislage.
no23
@R.E.M.A 04.04.2012, 17:39 Uhr
EA hat damals nicht nur BioWare, sondern den ganzen Mutterkonzern, die VG Holding Corp, gekauft. Die Pandemic Studios (die 2. Tochtergesellschaft darin) wurde von EA danach sogar dicht gemacht.
Aber ob es besser gelaufen wäre, wäre BioWare noch eigenständig, kann man nicht mit Sicherheit sagen - obwohl man bei EA ziemlich sicher davon ausgehen kann... ;)
R.E.M.A
asdf 04.04.2012, 17:56 Uhr
@ no23
das ist auf jedenfall interessant zu erfahren wie es früher abgelaufen ist, hab da noch andere Sachen gehört aber das tut jetzt hier nichts zur Sache.

@ Butzilla
klar ist das Spekulation, den wenn es nicht so wäre, wäre ich dann anscheined ein Wahrsager ugly
Aber trotzdem, man kann ja an vielen Beispielen, die EA selsbt geliefert hat sehen, dass wenn EA im Spiel ist, am Ende höhst wahrscheinlich nur SChrott rauskommt.
Ich glaub kaum, dass EA nur das GEld gegeben hat sie haben 100pro mords Druck gemacht, zum einem dass es schnell fertig wird und zum anderem, dass ME3 noch Mainstreamer wird...
In was für einen schönen Welt leben wir...tja...
Butzilla
Mitarbeiter
@R.E.M.A 04.04.2012, 18:43 Uhr
Natürlich wird EA Druck gemacht haben, aber schon nur die Tatsache, dass die Produktion um 3 Monate verlängert wurde beweist, dass BW eben doch auch entgegen steuern kann, wenn sie wollen.

Aber immer die Schuld auf EA's Schultern zu legen ist auch falsch, denn grundsätzlich ist jedes Unternehmen gewinnorientiert und BW wird genauso seine Interessen an der Anpassung an den Massenmarkt gehabt haben.

Naja, vielleicht schaue ich dem Ganzen ja gelassener gegenüber, weil mir ME3 einen mords Spass gemacht hat und ich es ein tolles Game finde.
cloud1429
@Moondust82 04.04.2012, 20:26 Uhr
Im dritten Roman geht es darum, dass der Unbekannte Paul Grayson (Figur aus dem 2ten Roman) enführt und ihn mit ReaperTech vollstopft, um zu sehen was passiert. Kahlee Sanders (die man auch jetzt in ME 3 trifft) versucht ihm zu helfen und bittet Anderson um hilfe. Dieser nutzt seinen Einfluss als Ratsherr um ihn zu finden. Damit er aktiv eingreifen kann, legt er sein Amt nieder um Sanders zu unterstützen.

Im Roman sagt er auch, dass er sein Amt niedergelegt hat und auch glücklich damit ist^^.

R.E.M.A R.E.M.A
asdf 04.04.2012, 20:40 Uhr
@ Butzilla

so darfst du es auch nicht verstehen. Mir hat ME3 auch sehr viel Spaß gemacht doch leider hat das Ende es leider bisschen hinuter gezogen aber trotzdem, ME3 hat mich soweit motiviert um wieder beim ersten Teil anzufangen und die ganze Trillogie durch zuspielen um bestimmte Ereignisse hervorzurufen.
Ich kann die Vorwürfe wegen der Synkro in ME3 überhaupt nicht verstehen, ich fande sie aktzetabel und sogar beinahe sehr gut aber nie schlechter als die Vorgänger. Viele behaupten ja dass die Synkro in ME1 um meilen besser wäre als in ME3...naja ich hab da voll kommen andere Meinung, aber okay das ist ja wiederrum subjektiv..
Ich könnte noch hier stunden lang rum schreiben und ich würde immer noch nicht zum Ende kommen xD ... ich seh schon ich schweife schon wieder ab xD
Zu guter letzt kann ich nur hoffen, dass Bioware die Kritik ernst nimmt und etwas ( aber bitte gescheit ) an ME3 ändert und diese Erfahrung in ihre zukunftigen Spielen miteinfliessen lassen.
Ne frage mal an euch, den ich steh irgendwie auf dem Schlauch... Wie kann ich mir hier ein eigenes Foto hochladen, finde irgendwie kein Knopf dafür, hab schon einen eigenen Acount hier auf dieser Seite.
StarMarine StarMarine
Dt. Snychronfassung 04.04.2012, 21:25 Uhr
Die Sache mit der deutschen Synchronfassung ist meines Erachtens ein zweischneidiges Schwert. Es fängt schon bei dem Duzen und Siezen im Deutschen an, für das man, wenn man die Synchronfassung passend und atmosphärisch hätte gestalten wollen, wesentlich mehr Sprachfiles hätte kreieren müssen, um den Vertrautheitsgrad zwischen Shepard und diversen Gesprächspartnern korrekt darzustellen (Wer spricht schon jemanden, mit dem man geschlafen hat, mit "Sie" an). Was mich allerdings wirklich zum Kopfschütteln und zur Rückkehr zur englischen Fassung gebracht hat, waren in der Tat diverse Aussprache-Patzer von durchaus auch im Deutschen existenten Begriffen und Namen, die in Mass Effect 2 ihren Anfang nahmen (Legion="Läggion";), und leider auch im dritten Teil auftraten (Sol-System="Soll-System";).
R.E.M.A R.E.M.A
asdf 04.04.2012, 22:16 Uhr
mit dem Foto hat sihc erledigt...
Muss aber ehrlich sagen, dass 40KB für ein Bild recht wenig sind und ich dafür zih verkleinerungen machen musste, bis ich endlich die 40KB Marke erreicht habe xD
BadDings
Logikfehler 15.08.2012, 13:28 Uhr
Das mit dem DLC "Arrival" Kann ich nicht bestätigen....Wenn man einen Char importiert der den DLC gespielt hat, kommt ein komplett anderer Dialog als mit ohne....Sorry aber das ist unzureichend informiert und schlecht -_-

Shep sitzt da wegen der Zusammenarbeit mit Cerberus erstmal in Hausarrest. Schlecht...Einfach nur schlecht.
DonAlejandroDraper
Ein paar Dinge... zur Aussprache... 26.08.2012, 12:17 Uhr
Vorweg: Shepars "Hausarrest" - damals hatte ich mich auch schon auf eine Debatte gefreut, wie damals, als Shepard seine Hand für Tali ins Feuer gehalten hatte, so eine Debatte vor dem Gericht der Allianz. Das wäre cool. Dass man scheitern kann und Hausarrest bekommt, oder dass man "nicht scheitert" und umherreist, dann hätte man auch prima die fehlenden Charaktere einbauen können.

--> Wrex ist klar, der hat was zu tun, viele andere alte Teammitglieder haben jetzt andere Verpflichtungen, ich will gar nicht mal mäckern, aber:

Kasumi steht vor ihrer größten Bedrohung und redet sich damit raus Schiss zu haben?
Zaaeed, dieser MEGA HAUDRAUF DEGEN rennt vor dem größten Kampf der Geschichte davon? Erzähl mir andere Märchen...

------------- naja das nur am Rande.

Die Aussprache: Im Tonstudio hast du gewisse Sätze zu sprechen, in verschiedenen Blöcken. Keine 1 zu 1 Synchronisation. Man hat ja Angst, dass gespoilert werden kann etc. irgendwo flutscht dann immer etwas durch - verständlich, diese Angst.
Das ist vielleicht keine Entschuldigung, aber durch dieses "Gewusel" welches im Studio herrscht, ist es verdammt schwierig auszumachen und kann leicht Fehler hervorrufen, wenn auf einmal DU gesagt wird.
Auf einmal wird hier und da ein "du" verwendet, welches das gesamte Gerüst einreißen würde -- wenn darauf nicht eingegangen wird.

Es ist nicht falsch, diese letzte Linie zu wahren und im professionellen "Sie" zu bleiben.
Denn das hindert einen daran zu persönlich zu werden, zu viele Fehler zu machen. Es ist logisch, dass mit "Sie" angeredet wird. Schließlich gilt es eine Mission zu erfüllen und nicht ein Bier vor nem Fernseher zu genießen.
Man ist "Per Du" aber per Sie ;)

Zum Thema "Oh Mega" oder "Soll System"
Ganz ehrlich?
Na und?
Jeder Mensch spricht anders, dass man ungerne jemandem zuhört, der einen starken Sigmatismus aufweist (S Fehler) ist klar, siehe RTL oder andere Nachrichtensprecher, wobei die bei RTL auch schonwieder einen gewissen Kultstatus hat (nicht, dass ich dieses Rotzfernsehen gucke...).
Jedenfalls ist jeder anders im Sprechen. Jeder spricht gewisse Dinge anders aus, das ist menschlich und sollte nicht verurteilt werden.

Als die Umstellung kam von [Geht] zu [Gäth] oder von [Sahren] zu [Särren], hat sich irgendwas in meinem Kopf gekräuselt und ich dacht wie grausam das klingt.

Aber genau so etwas kann man sich schönreden. Die "galaktische Aussprache" hat sich geformt und erweitert, alle nennen sie von nun an so, statt so, jeder spricht anders.

Das kennst du doch selber ausm privaten Leben, jeder von uns, dieser klassische, einfache, arrogante Satz "Wenn du sprichst, korrigiere ich in Gedanken deine Grammatik" -- vermutlich habe ich Grammatik jetzt sogar falsch geschrieben xD

So what ;)
Starlord
Tja 03.02.2013, 00:16 Uhr
Also ich muss sagen, das mich der das mehr auf Action generft hat, ich bin erschlagen von der Vielzahl der Waffen, ich habe keine Vergleichsmöglichkeit im Shop ist die neue Waffe nun besser oder nicht, sehe ich erst wenn ich sie habe, Fail..

Was mich auch gestört hat, das das was ME interessant gemacht hat, das Entscheidungen aus den Teilen davor einfluss auf die Teile danach haben, in ME3 gleich zu Anfang ausgelöscht wurden, wenn man den Ratsherrn austauscht, ist das ein Cupe de Tat am Spieler, für mich hat sich der Eindruck ergeben, das es völlig Wurst ist was ich mache, und das das ganze Gezeter um die Char importierung Marketinggesäusel ist..

Was BW dazu bewogen hat sich von EA assimilieren zu lassen weiß ich nicht, aber man sieht es schon an der Qualität, die im Vergleich Story Teil der beiden vorgänger arg nachgelassen hat, defakto der Kostenschwere zu Opfer fiel.

ich finde es ja gut, das man DLC hat, aber sorry wenn ich offline Zocken will, und es runtergeladen habe, wie so kann ich es erst haben nachdem ich online gegangen bin ...

ich habe mir den dritten Teil nur gekauft weil er in der Box mit den beiden anderen Teilen drin war, ich geh schon Historisch gesehen einen Großen Bogen um EA, die Zeiten von Bards Tale als EA noch eine Spieleschmiede war sind vorbei.

EA ist leider zu einer Heuschrecke Mutiert die Spieleschmieden Assimiliert und aussaugt, Bioware zu EA = Harakiri auf Zeit, denn all die anderen Spieleschmieden die EA aufgesaugt hat, an die kann sich kaum noch einer erinnern, ausser im Xten Teil von der Wiedergeburt der Leiche .....
Ö aka Messias
schön 09.02.2013, 02:06 Uhr
Schönes Fazit...

Stimme vor allem dem Teil zu, das getroffene Entscheidungen in Vorgängern nix gebracht haben - Hole mir kurz vor ME-3 noch extra Shadow Broker DLC, um Beziehung mit Liara fortzuführen und was sagt mir selbige in ME-3: "Oh, es ist solange her, ich war mir nicht sicher, ob dort noch Gefühle bestehen..." BITTE WAS!? Wofür habe ich dann das Geld für diesen DLC ausgegeben???
Zu der Aussprache in der Synchro - ja, das mit Geth ("Geht";) hin zu Geth ("Gäff";) lässt sich mir jetzt immer noch meine Nackenhaare aufstellen...
Wenn man, so wie ich, Arrival DLC nicht hat, ergibt Shepards Hausarrest keinen Sinn...
Und sowas eigentlich enorm wichtiges wie Anderson und Udina tauschen Ratspositionen erfährt man jetzt nur, wenn man sich Comics organisiert? Das sagt mehr als tausend Worte...
Wrex wieder nicht als Teammitglied hat mich zwar genervt, aber seine Auftritte auf Sur'Kesh und auf Tuchanka sind für mich die einzigen Phasen von ME-3 die ich mehr als einmal gespielt habe - und die Salarianer nur zu bekommen, wenn man Wrex betrügt? Ne, geht mal gar nicht...

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