Fanfiction - Ein alternatives Ende für Mass Effect 3 (5) 

In der Hölle selbst

Als Shepard wieder Boden unter den Füßen spürte, verließ ihn für einen kurzen Moment sein Gleichgewichtssinn und er schlug mit Händen und Knien auf festem Metall auf. Er hörte Stimmen um sich herum und bemerkte Cerberus-Soldaten, die in der unbekannten, kalten Umgebung ausschwärmten. Immer noch nicht ganz von der Reise durch das Portal erholt, versuchte er sich umzusehen, als zwei Cerberus-Soldaten ihn auf die Füße zogen und ihn in die Mitte nahmen. Als man ihn direkt neben den beiden starr stehenden Reapern fallen ließ, hatte der Commander sich endlich soweit erholt, dass er sich langsam aufzurichten vermochte und seine Umgebung in Augenschein nehmen konnte.
Trotz seiner verschwommenen Sicht erkannte er einen großen, halbdunklen Raum, der nur von einigen provisorischen Lampen und dem bläulichen Leuchten des Massenportals erhellt wurde. Reapertech ragte an einigen Stellen aus dem Metallboden, besonders in der Mitte waren Cerberus-Konsolen mit Reaper-Tech verbunden worden und fleißige Wissenschaftler machten sich eiligst daran ihre Geräte vorzubereiten. Sie alle wollten dem Loch nicht zu nahe kommen, das sich exakt in der Mitte des Raums am Boden parallel unter und über ihnen befand, jedoch keinen sichtbaren Zweck zu erfüllen schien. Überall in der Halle waren Cerberus-Soldaten verteilt, es schien wie als hätte hier erst vor kurzem ein harter Kampf stattgefunden, denn Husk-Leichen säumten den Boden und sieben Atlas-Läufer bewachten den Raum, drei weitere Läufer lagen neben den Wracks von gleich mehreren Oculus zerstört am Boden.
Alle Cerberus-Einheiten waren beschäftigt, patrouillierten in der Halle oder gingen Daten auf den Reaper-Konsolen durch, doch Shepards Aufmerksamkeit galt vor allem der rot leuchtenden Reaper-Kontrolleinheit, die neben dem Unbekannten stand und ihn starr beobachtete während der Unbekannte mit einem seiner Wissenschaftler sprach. Die beiden Reaper neben Shepard rührten sich nicht als der Unbekannte zusammen mit der dritten Kontrolleinheit auf sie zu kam. „Und dies ist der dritte Reaper in meiner Kollektion“, erklärte der Unbekannte Shepard fast schon stolz, als sich das Ungetüm sich neben ihn stellte. „Wie sie sicher wissen hat der erste Reaper den wir jemals sahen bei der ersten Schlacht um die Citadel, wo er zerstört wurde, sich mit dem Turm der Citadel verbunden. Nun…“, der Unbekannte nahm einen Zug aus seiner Zigarette und ließ Shepard Zeit die Verbindung zu erkennen „er hat es zwar nicht geschafft das Massenportal zu öffnen, aber er konnte einen Großteil seiner essentiellen Daten zurück an den Stützpunkt der Reaper im Orkus-Nebel übermitteln. Man könnte sagen er hat seinen Geist übermittelt, seine Programme die seine Intelligenz bilden, ähnlich wie ich den Vorboten in meine Kontrolleinheit zwang. Darf ich vorstellen?“
Der Unbekannte wies auf den Reaper mit den roten Schnittstellen neben sich und Shepard atmete durch. Er hätte wissen sollen, dass es nicht so einfach war einen Reaper zu töten. „Sovereign. Der erste Reaper, den die Galaxie zu Gesicht bekam und mit seinem Auftrag scheiterte.“ Der Reaper machte eine ruckende Verbeugung, wohl auf einen erzwungenen Befehl hin, wie alles was diese Kontrolleinheiten taten. „Er war hier?“, fragte Shepard stumpf. Inzwischen war es ihm fast gleichgültig, dass dieser Reaper noch am Leben war. Es würde nichts an dem Schicksal der Galaxis ändern und er konnte es sowieso nicht mehr verhindern. „Keine Überraschung? Ich dachte sie würden sich freuen ihren alten Freund wieder zu sehen, Shepard.“ Der Unbekannte wirkte leicht enttäuscht und nickte Sovereign zu. Der Reaper aktivierte die Lautsprecher seiner Kontrolleinheit und drehte sich zu dem Commander. Drohend und bebend fuhr die Stimme des Reapers durch die Halle und echote von den Wänden wieder. „Ich hatte sie gewarnt, Shepard. Ihre Versuche uns zu besiegen sind nichts weiter als Nadelstiche im Nebel. Meinen Körper zu töten war nichts weiter als eine Verzögerung ihres Untergangs. Und ihr Überleben ist alleine meinem Tod zu verdanken.“ Jedes Wort, das der Reaper sprach, ging Shepard durch Haut und Knochen, doch anstatt ihn in Ehrfurcht erstarren zu lassen, fachten seine Worte die Wut in ihm wieder an. „Und was ist mit ihm?!,“ rief Shepard und zeigte dabei auf den Unbekannten, der einen Zug aus seiner Zigarette nahm und die Szene gelassen beobachtete. „Ist er nur eine eurer Schachfiguren? Oder wollen die ach so mächtigen Reaper vielleicht von einem Wahnsinnigen kontrolliert werden, der euch an Bösartigkeit in nichts nach steht!?“ Der Reaper wandte nur leicht den Kopf, wie als verstehe er nicht richtig. „Wir sind unendlich. Unsere Macht übersteigt ihre Vorstellungskraft. Er wird letztlich…“ Sovereign verstummte, senkte den Kopf unter dem strengen Blick des Unbekannten, und hob ihn kurz darauf wieder bevor er fortfuhr: „…er wird letztlich Erfolg haben. Und wir werden ihm … mit Freuden dienen.“
Der Unbekannte blies Rauch aus seiner Nase und sah den Reaper kopfschüttelnd an. „Sie müssen entschuldigen Shepard, er steht erst seit kurzem unter meinem Befehl, und er ist noch etwas rebellischer als seine Kollegen vor ihm. So war es bei den anderen auch, sie konnten gar nicht glauben, dass ich mein Ziel erreichen würde. Das passiert wohl wenn man Jahrmillionen lang nur gewinnt und niemanden hat, der einen in die Schranken weist, selbst Maschinen scheinen nicht vor Stolz und Arroganz geschützt zu sein. Als sie noch glaubten mich zu kontrollieren und die meisten meiner Fragen freiwillig beantworteten, trieften ihre Worte nur so vor Überheblichkeit, wie als würden sie sich für Götter halten und nicht für Maschinen, denen man den Saft abdrehen kann wie jeder anderen auch. Wie auch immer…“
Der Unbekannte winkte Shepard ihm zu folgen und trat auf eine Wand der Halle zu. Shepard folgte ihm und ließ die reglosen Reaper hinter sich, als der Unbekannte einem seiner Wissenschaftler einen Wink gab und die Wand sich auf seinen Befehl hin öffnete, die metallische Panzerung seitlich nach außen fuhr und den Blick auf das Äußere der Station frei gab. Nur eine kinetische Barriere schützte den Raum noch vor dem kalten All, doch so hatten sie den Blick frei auf einen Großteil der Station, die alleine und verlassen zwischen den Sternen hing, wobei nur ein, zwei sehr weit entfernte Galaxien oder Sterne zu sehen waren. Die fremde Station hatte nur ungefähr die Maße ihres Gegenparts, der Citadel, wie als wäre sie nur halb fertigstellt worden und dann hatte man beschlossen dass etwas komplett anderes gebaut werden sollte.
Das, worauf sie im Moment standen, schien ein zweiter Präsidiumsring zu sein, doch mehr Ähnlichkeit mit der Citadel hatte das Konstrukt nicht. Dort, wo das Original normalerweise seine Arme hatte, wiesen viele unterschiedliche Streben ins All und verzweigten sich dann, einige Konstrukte, die dem Inneren des Tiegels ähnlich sahen, waren an Knotenpunkten dieser angebracht, und diese Streben mit ihren Schnittstellen selbst waren so zahlreich, dass man sie gar nicht komplett erfassen konnte, da sie sich im Dunkel des Alls verloren. Die Heimat der Reaper war ein gewaltiges Megakonstrukt, so groß, dass man es mit dem Auge nicht erfassen konnte. Nicht weit von ihrem Aussichtspunkt entfernt, war das gewaltige Zwillingsportal der Citadel in dem nachgebauten Präsidiumsring aktiv, und nicht weit von ihrem derzeitigen Standpunkt war seitlich an dem Ring entlang ein gewaltiger, fast fertig gestellter Reaper angebracht, der wie ein Schiff im Trockendock zu hängen schien. „Willkommen in der Höhle des Löwen, Shepard.“
Der Commander brauchte einen Moment, um die Größe der Anlage zu erfassen, sie war so gewaltig, dass es nicht möglich war. Die Reaper mussten sie mit jedem abgeschlossenen Zyklus weiter ausgebaut haben. „Meine Wissenschaftler vermuten, dass diese monströsen Streben den Reapern eine Möglichkeit bieten an der Anlage anzudocken, damit sie während ihres 50.000 jährigen Schlafs miteinander verbunden sind und nicht einfach im All verloren gehen. Die dem Tiegel ähnlichen Knotenpunkte scheinen eine Fülle an Wissen zu beherbergen und ihre Kommunikation zu verbessern. Die einzige Hoffnung ihrer so genannten Flotte war nichts weiter als das nächste Bauteil für dieses... Wunder.“
Der Unbekannte unterbrach sich und nahm einen Zug aus seiner Zigarette, als das Massenportal in der Mitte der Anlage sich aktivierte und kurz darauf das Innere des Tiegels ohne seine Panzerung das Portal durchstieß. Langsam aber stetig flog die vorherige Hoffnung der vereinten Völker auf die Streben zu und würde schon bald in der Dunkelheit des Alls verschwinden, um an eine der Schnittstellen anzudocken, die man von ihrem Aussichtspunkt aus nicht sehen konnte. „Der Tiegel ist meiner Meinung nach nur ein Speicherpunkt, der es ihnen erlaubt auch Wissen zu speichern, das sie nicht einfach aus den organischen Wesen herauspressen und in einen Reaper verwandeln können. Zusammen genommen müsste dieses Konstrukt, seine Speicherpunkte und die Reaper selbst ein gewaltiges Superkonstrukt sein, das in der Lage ist eine eigene, andere Ebene des Seins zu erreichen.
Vielleicht haben sie ihre eigenen Welten erbaut oder schöpfen aus ihrem unermesslichen Wissen und erforschen die Bedeutung der gesamten Galaxis, während sie schlafen und auf die nächste Invasion warten? Was auch immer sie hier tun, es hat gewaltiges Potential...“
Der Unbekannte schien fast zu sich selbst zu sprechen, als er dem Tiegel gebannt dabei zu sah, wie er zwischen den gewaltigen Streben verschwand und außer Sichtweite glitt. Für einen Moment überlegte Shepard, ob er ihn nun über das Geländer des Raums in die Dunkelheit des Alls stoßen sollte, doch er wusste das Cerberus-Soldaten ihre Gewehre auf ihn gerichtet hatten und nur auf eine Gelegenheit warteten, um abzudrücken und letztlich waren sie ohnehin zu weit von der Kinetischen Barriere entfernt. Der Unbekannte riss sich von dem faszinierenden Bild los und zeigte auf den halb fertig gebauten Reaper seitlich von ihnen.
„Er hat es nicht mehr weit bis zu seiner Vollendung, ohne die Zerstörung der Kollektoren-Basis wäre er nun wohl bereits fertigstellt, möchte ich meinen. Wissen sie, warum die Reaper den Kern in ihrem Inneren so gerne wieder verwenden wollen? Nein? Es ist ja nicht so, dass sie nicht einfach einen neuen bauen können, doch es ist Sovereigns Kern und ein Teil von ihm. Seine geretteten Überreste in einen Reaper zu setzen ist zwar möglich, aber er hat größtenteils das Wissen verloren, das seine organische Substanz in seinem vorherigen Körper gespeichert hatte. Ihm seinen alten Kern wieder zu geben, würde ihm dieses Wissen vielleicht nicht komplett zurückgeben, aber wieder etwas verstärken, und Wissen ist schließlich Macht. Und vor allem müssten die Reaper keine Komplikationen befürchten, da dies wohl das erste Mal ist, dass ein Reaper zerstört wird und seine Intelligenz retten kann. Aber was rede ich da…“
Der Unbekannte seufzte und drehte sich zu Shepard, seine emotionslosen Augen wirkten fast schon lebendig im Angesicht seines bevorstehenden Erfolgs. „Wir haben bald alles vorbereitet, sie sollten sich ebenfalls bereit machen Shepard, ich weise meine Wissenschaftler an eine Notoperation vorzubereiten, sobald wir bereit sind.“ Shepard blieb nichts anderes übrig als zu nicken. „Aber was ist mit ihren Männern?“, fragte er schließlich dennoch, eine Frage die ihn bisher nicht los gelassen hatte. „Wie stellen sie sicher dass die Reaper sie nicht einfach über ihre eingepflanzten Implantate kontrollieren können? Oder ihre Wissenschaftler, wie können sie mit diesen Implantaten wirklich arbeiten?“ Der Unbekannte schüttelte nur kurz angebunden den Kopf, er schien über Shepard Skepsis gegenüber seiner Arbeit leicht verärgert zu sein. „Mein Team hier ist nicht mit Implantaten bestückt. Ich habe sie durch das Portal geschickt, kurz nachdem Andersons Trupp die Aufzüge zum Turm betreten hatte. Ihre Loyalität ist vollkommen, und sie brauchen keine Implantate, sie folgen mir weil sie für richtig halten, was ich tue, und weil sie Recht damit haben. Die Implantierten Soldaten stellen den Großteil meiner Truppen, aber sie bestehen nicht nur aus ihnen. Was ihre Kollegen angeht, die noch mit mir im Citadel-Turm waren, ja diese sind auch implantiert worden, allerdings sind ihre Implantate gegen einen Zugriff der Reaper geschützt. Es wäre vielleicht möglich, dass ein Reaper sie seiner Kontrolle unterwirft, aber bisher ist das noch keinem gelungen. Ohnehin müssten sie erst die Sicherheit-Kontrollen durchbrechen, aber das hat bisher keiner geschafft, auch wenn ich bessere hätte erstellen können, wenn sie mir die Kollektoren-Basis übergeben hätten anstatt sie in die Luft zu jagen. Sie müssen sich keine Sorgen machen Shepard, keiner meiner Männer wird ihnen während der Operation die Kehle durchschneiden und die Operation selbst dürfte auch nicht sehr groß oder schwierig werden, der Kern ist leicht zu erreichen.“
Der Unbekannt winkte Shepard erneut ihm zu folgen. "Wir haben noch etwas Zeit, sie sollten sie nutzen und den Beweggrund der Reaper erfahren, und vergessen sie nicht sich klar zu äußern." Als der Unbekannte ging, warf Shepard einen Blick auf die drei Reaper-Kontrolleinheiten, die immer noch reglos in der Mitte des Raums standen und nichts gegen ihr Schicksal unternehmen konnten. Sie erinnerten ihn an sich selbst.
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„Joker wird uns nicht im Stich lassen“, stellte Garrus fest und biss knurrend die Zähne zusammen, als sein Bein und die unzähligen blauen Flecken sich schmerzhaft wieder meldeten. Jack, Liara und Samara hatten das Team mit ihrer biotischen Barriere knapp vor einem Großteil der Explosion abgeschirmt, doch alle drei schienen nun fast am Ende ihrer Kräfte zu sein, sie hatten sich zusammengekauert und die Größe der Barriere stark verringert, um die Gruppe vor dem sporadischen Beschuss der Reaper-Truppen zu schützen. Die Husks schienen Probleme zu haben sich wieder neu zu formieren, so dass die Gruppe wenigstens etwas Zeit hatte sich zu sammeln.
Ihre Munition war restlos aufgebraucht und Jacob hielt sich die Platzwunde am Kopf, während er Zaeeds Waffe verfluchte. Die wenigen Husks die immer wieder zu ihnen drangen, hatten sie mit improvisierten Waffen aufhalten können und Grunt hatte sich zusammen mit Vega trotz seiner Verletzungen gegen sie geworfen und zurückgeschlagen. Garrus selbst konnte kaum noch laufen, da eines der Trümmerteile nun auch sein gesundes Bein getroffen hatte und Tali sah mit ihrem angeknacksten Visier nicht viel besser aus. Jack schrie plötzlich auf, als ein Husk über ihre provisorische Deckung auf sie zusprang und löste ihren Teil der Barriere auf, um das Monster mit ihrer Biotik zu packen und zurück zu schleudern. Durch den kurzen Verlust des Schutzes landete eine Mörser-Granate direkt in der Mitte der Deckung und wirbelte Staub und Dreck auf. Garrus fluchte als seine Schilde mit einem kläglichen Laut versagten und einige Querschläger seine Rüstung trafen. Niemand von ihnen beschuldigte Jack irgendwelcher Fehler, bei allen lagen die Nerven blank und selbst Samara hatte sich kurz zuvor einen ähnlichen Patzer erlaubt. Sie konnten von Glück sagen, dass sie überhaupt noch alle am Leben waren und dass die Husks bisher keinen Großangriff zustande gebracht hatten.
„Das ist wohl das Ende, was?“, fragte Liara, die zusammengekauert versuchte ihren Teil der Barriere aufrecht zu erhalten. „Das Ende des Lebens muss nicht das Ende des Seins bedeuten“, bemerkte Samara philosophisch. „Man könnte eher sagen, dass wir schon bald den Lebenden um eine Erfahrung voraus sein werden. Der Glaube…“ „… ist eine Hirngespinst von Leuten, die zu viel Zeit mit Nachdenken verbringen!“, unterbrach Jack Samara schroff. Die Asari schüttelte den Kopf und begann schließlich leise zu flüstern, sie schien zu beten. Jack beobachtete sie mit leichtem Erstaunen und sah dann zu Liara, die ihre Augen geschlossen hielt und sich auf ähnliche Weise auf den Tod vorbereitete. „Hey Garrus! Was glaubt ihr Turianer eigentlich, was nach dem Tod kommt?“ Garrus schreckte aus seinen düsteren Gedanken auf, als er Jacks laute Stimme vernahm und lockerte kurz den Griff um Talis Schulter. „Ich weiß nicht…“, stockte er.
Er hatte sich nie so sehr darüber Gedanken gemacht. „…ich bin normalerweise zu sehr mit Leben beschäftigt.“ „Mir fällt nur gerade auf das wir uns wahrscheinlich alle nie wieder sehen werden, wenn wir hops gehen, du landest im Turianer-Paradies, Grunt irgendwo bei seinen Ahnen oder sonst wo, und ich krieg einfach ‘nen Blackscreen weil ich mir um den Scheiß nie genug Gedanken gemacht habe. Ziemlich ernüchternd das Ganze.“ „Kann gar kein Paradies sein wenn die Hälfte deiner Kumpels weg ist, nur weil sie beim falschen Verein angeheuert haben“, murrte Vega und überprüfte erneut seine Pistole. Er hatte noch drei Schuss, die mindestens für zwei Husks reichen sollten.
Garrus biss erneut die Zähne zusammen, als der Schmerz wieder stärker wurde. Tali bemerkte seine Krämpfe und gab ihre Dosis Medigel an ihn ab. „Wir sollten nicht so reden. Noch sind wir nicht tot!“, meinte sie halb zu sich selbst, doch Jack schüttelte nur den Kopf. „Hey Grunt!“, rief sie dem am Boden kauernden Kroganer zu, wie als wollte sie mit ihrer lauten Stimme den Tod vertreiben. „Wie sieht‘s bei euch Kroganern aus? Irgendwelche Höllen in denen ihr euch die Schädel einschlagt?“ Der Kroganer setzte sich schwerfällig auf, sein Arm war gebrochen und einige Narben zogen sich von seinem letzten Kampf gegen einen Rohling über seine Rüstung. „Ich will dahin, wo ihr Menschen hin geht… wie hieß das noch gleich… hab im Extranet davon gehört…“ Grunt überlegte und versuchte sich zu konzentrieren, als Jacob für ihn antwortete. „Hast du vorhin schon mal gesagt, du meinst Walhalla oder wie das heißt. Bier, Party…“ „Ja! Genau!“, lachte der Kroganer. „Dieses Walhalla, man schlägt sich mit seinen Kameraden die Birne ein und den Rest der Zeit trinkt man Bier!“ „Ich glaube kaum, dass dir Met gefallen würde, außerdem ist das ja schon fast antik…“, bemerkte Jacob ohne wirkliche Hoffnung Grunt umzustimmen. „Am Ende des Tages ist das sowieso nur Alkohol! Aber am besten ist diese Dings am Ende, man geht Riesen an die Kehle und alles endet in einer gewaltigen Schlacht, wo kein Schwein überlebt!“ Jacob sah den Kroganer skeptisch an. „Ich glaube bei dem Part sind wir gerade.“ „Dann hatte ich noch nicht genug Bier!“
Jack schüttelte halb lachend den Kopf und Garrus konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. „Was ist mit dir Jacob?“, fragte Jack nun den nächsten. „Wo geht’s hin?“ Der einstige Cerberus-Agent richtete einen grimmigen Blick auf die Biotikerin. „Ich gehe nach Hause. Ich hab versprochen meinem Sohn ein guter Vater zu sein, und die Reaper werden weder meine Familie erwischen noch mich selbst von ihnen fern halten! Das Jenseits kann mir mal den Buckel runter rutschen!“ Jack lachte kurz und nickte Jacob zu. „Das nenn ich Kampfgeist! Ich bin dabei, wer will denn schon ins Paradies, wenn er das hier haben kann was?“ Garrus sah zu dem entschlossenen Menschen hinüber der nun seine Biotik aufbot und Liara mit der Barriere ablöste. Für einen kurzen Moment dachte der Turianer an seine Familie, seine Freunde um sich herum und seine Heimat, es waren alles Gründe um weiter zu kämpfen, doch anders als Jacob wusste er, wann die Chancen zu schlecht standen, um noch etwas drehen zu können, selbst mit Joker auf dem Weg.
Andererseits hatte er es mit Shepards Hilfe auch einst aus der Belagerung der Söldnergruppen und vielen anderen misslichen Lagen heraus geschafft. Nur war Shepard diesmal nicht da, und Joker wohl immer noch in Kämpfen mit den Reapern verwickelt. „Da kommen sie“, murmelte Vega und feuerte zwei Schüsse auf eine Horde Husks ab, zwei von ihnen fielen zu Boden. Garrus stand auf und sah durch sein leeres Scharfschützengewehr. Zwei Dutzend Husks bewegten sich direkt auf sie zu, mit ein wenig Munition wären die wandelnden Leichen kein Problem gewesen, nur hatten sie keine. Doch das eigentliche Problem waren die Rohlinge hinter dieser Horde, die zusätzlich noch von mehreren Maraudern unterstützt wurden und einen kompakten Trupp bildeten.
„Ah! Da kommt das Empfangskomitee!“, meinte Grunt und duckte sich hinter die Deckung, um auf den Angriff der Husk-Horde zu warten. Er brauchte nicht lange zu warten. Als die Husks über die Deckung sprangen, lösten die Biotiker ihre Barrieren und konzentrierten sich stattdessen auf ihre neuen Feinde. Keiner hielt sich zurück, Vega, Grunt und Jacob warfen sich erneut in den Nahkampf; Samara, Liara und Jack unterstützten sie mit ihrer Biotik und Tali drängte mit ihrer Drohne einen weiteren Husk zur Seite. Garrus hingegen musste mit seinen beiden verletzten Beinen warten bis einer der Husks die Verteidigung durchbrach und ihn angriff. Obwohl er verwundet und angeschlagen war rammte er dem Husk mit aller Kraft seine Waffe in die Seite und sprang ihn dann selbst an. In gutem Zustand hätte er es problemlos mit drei Husks gleichzeitig aufnehmen können, doch die Klauen des Husks fuhren schon bald über seine Rüstung und drückten ihn zu Boden, während die ungezielten Schläge des Turianers das Monster kaum zu stören schienen.
Ein Glückstreffer ins Gesicht warf den Husk schließlich im letzten Moment von ihm herunter und Garrus nutzte die Chance, um den Husk zu Boden zu drücken und nach einigen gescheiterten Versuchen schließlich den Hals umzudrehen. Außer Atem und halb am zusammenklappen, sah er wie Grunt den letzten Husk zertrat und das Bajonett seiner Shotgun aus dem Bauch eines weiteren zog. „So, das waren die letzten. Aber die nächste Welle erledigt uns sicher“, stellte Vega fest während er seine Seite abtastete und die Hauptfront des Angriffs beobachtet. Hunderte Husks und mehrere Rohlinge bahnten sich ihren Weg zu ihnen. „Du meinst wohl: wir sind am Arsch!“, bemerkte Jack, die bereits ihre biotische Energie für den nächsten Kampf sammelte. „Sieht sonst noch jemand den schwarzen Punkt da?“, fragte Grunt und deutet in Richtung ihrer Feinde. „Das ist Jacob der in der Zeit zurück gereist ist, um zu verhindern das er…“ „Nicht witzig, Jack“, meinte Liara knapp. „Nein, das ist kein Punkt, da, in der Sonne!“
„Grunt... wenn man zu lange in die Sonne schaut, passiert das, du bekommst schwarze Punkte vor den Augen und alles…“ Garrus seufzte und quälte sich auf die Knie, sodass er die Sonne sehen konnte. „Er hat Recht, Vega. Das ist kein Punkt“, erklärte er nüchtern. „Was ist es dann, Garrus?“, fragte Jack. „Ein Vogel? Ein Flugzeug? Oder doch…“ „Flugzeug glaub ich.“ Stille. Nun versuchten alle einen Blick auf den Punkt zu erhaschen, der vor der Sonne flog. „Garrus. Das ist kein Flugzeug“, erklärte Tali. „Du hast recht sieht definitiv aus wie eine Fregatte.“
Die Normandy zog über die Häuserfront Londons und hielt auf das Totenfeld zu, kurz bevor sie ihr Ziel erreichte, warf sie mehrere Geschosse ab die den Reaper-Trupp, der nicht mehr weit von den Überlebenden entfernt war zwar nicht zerschlagen konnten, ihn jedoch entscheidend verlangsamte. Die Fregatte zog einen engen Bogen und öffnete ihren Hangar, während sie sich in der Nähe der Überlebenden langsam gen Erde senkte, Allianz-Soldaten sprangen heraus und legten ihre Waffen an. „Los! Los! Los!“, rief Vega und winkte den andern ihm zu folgen, Jacob half Liara auf die Beine und war direkt hinter ihm, Tali versuchte Garrus aufzuhelfen, doch Grunt packte den Turianer und legte ihn sich trotz Garrus Protest einfach über die Schulter. Samara und Jack bildeten die Nachhut und hielten mit ihren Barrieren immer wieder Geschosse auf, die man ihnen sporadisch hinterher schickte. Keiner von ihnen wollte seinen Flug verpassen. Die Normandy veränderte in der Schwebe leicht ihre Position und feuerte auf den immer noch nachrückenden Reaper-Trupp, sodass dieser sich fast vollständig auflöste und nur noch einzelne Husks der Gruppe hinterher jagten. Innerhalb der nächsten Minuten hatte das Team die Normandy erreicht und sprang an Bord. Vega drehte sich um und gab seinen letzten Schuss, ab der einem Husk zu Fall brachte, bevor er Liara auf das Schiff half. Was noch von den Husks übrig blieb wurde von den Allianz-Soldaten komplett ausgelöscht und nur kurz nach Grunt sprangen auch Jack und Samara an Bord, wenig später folgten die Soldaten und der Hangar der Normandy schloss sich wieder.
Im Inneren des Schiffes wartete bereits Doktor Chakwas mit einigen Helfern auf das Team und kümmerte sich als erstes um Garrus Beine. Samara beruhigte eine aufgelöste Tali, von der plötzlich der extreme Druck abfiel, den sie sich aufgehalst hatte und Jack beglückwünschte Jacob dazu, dass er noch am Leben war, während Grunt und Vega sofort ihre Waffen nachluden. Liara ging zu EDI, die Chakwas bei Garrus Versorgung half, seine Wunden waren nicht sehr tief und eines seiner Beine war gebrochen, das andere war lediglich angeknackst, nichts was ordentliche Bettruhe nicht heilen konnte. Doch obwohl Liara diese Diagnose freute, als die Normandy abhob und ihre Triebwerke aktivierte, stellte sie EDI eine viel entscheidendere Frage. „Wir wissen nicht, wo Shepard ist“, erklärte die KI, mit hörbarem Bedauern in der Stimme. „Hackett hat durchgegeben, dass er irgendwie von Cerberus gefangengenommen wurde, und wir haben den Tiegel verloren. Die Reaper scheinen sich langsam wieder zu einigen und koordiniert anzugreifen. Unsere Chancen stehen schlecht, aber Admiral Hackett treibt die Flotten weiter zum Angriff.“
Liara erstarrte angesichts dieser Nachrichten und auch Garrus meinte sich im ersten Moment verhört zu haben, doch EDI bestätigte,was sie gesagt hatte erneut. Vega und Grunt hörten auf sich neu zu munitionieren und Jacob fluchte lautstark, Tali nahm ihre Maske ab, um die Tränen aufzuhalten, die ihr über das Gesicht liefen. „Alle herhören!“, rief Jokers kratzende Stimme plötzlich über Komm. „Bereitet euch auf einige Turbulenzen vor und lasst keine Kaffeetassen rumstehen, wir werden einige gefährliche Manöver fliegen… und macht euch bereit für die sehr wahrscheinliche Möglichkeit das wir irgendwo Einschlagen! Wir fliegen los!“ Die Crew reagierte nur langsam, bewegte sich aber trotzdem in Richtung des Aufzugs, während EDI Jokers Funkkanal aufrief. „Jeff?“ „Ja?“ „Was hast du vor Jeff?“ „Die Reaper konzentrieren sich auf die Flotte und wir sind auf der von ihnen abgewandten Seite, außerdem wird eine kleine Fregatte wohl kaum vermisste und…“ „Jeff…“ „Wir fliegen zur Citadel. Wir holen Shepard da raus... irgendwie...“ Joker hoffte, dass man den Zweifel in seiner Stimme nicht hören konnte.
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„Haben sie sich nie gefragt…“, begann der Unbekannte und nahm einen letzten Zug aus seiner Zigarette bevor er sie zu Boden warf und mit seinem Absatz zerdrückte, „…warum die Reaper diesen Zyklus überhaupt immer wieder wiederhohlen? Was ihr Ziel dahinter ist die Völker der Galaxis auf der Spitze ihrer Evolution auszulöschen?“ Shepard nickte nur kurz angebunden. „Ja, aber sie werden das Rätsel wohl gleich für mich lösen“, bemerkte er sarkastisch. Der Unbekannte lachte auf. „Wie kommen sie darauf?“, fragte er amüsiert. „Sie hören sich gerne selbst reden“, bemerkte Shepard knapp. Der Unbekannte schüttelt immer noch lächelnd den Kopf. „Sie scheinen mich gut zu kennen… zumindest denken Sie das. Aber nein, ich biete Ihnen dieselbe Möglichkeit, die auch die Reaper mir boten, als Sie glaubten mich indoktriniert zu haben und ich noch tat was sie mir sagten, aber nicht mein Interesse an ihnen verlor. Fragen Sie die Reaper doch selbst, Commander, wenn jemand sich Klarheit verdient hat, dann Sie.“ Shepard schluckte und drehte sich zu den drei Reapern die ihn, gefangen in ihren Kontrolleinheiten, mit blauen, roten und gelben Augen anzustarren schienen, genau wie alle anderen, die in ihrem Blickwinkel standen. Luzifer, Sovereign und der Vorbote waren drei der Reaper, die bereits dort waren wo die gesamte Galaxie sie haben wollte, auch wenn Cerberus-Methoden niemandem gefiel, die Invasoren waren letztlich besiegt und standen ohne eine Möglichkeit sich zur Wehr zu setzen vor ihm.
Doch obwohl sie geschlagen waren, wirkten sie keineswegs besiegt, selbst mit dem Befehl sich nicht zu bewegen ging eine Macht von ihnen aus, die man beinahe in den Knochen spüren konnte. Shepard brauchte einen Moment, um sich zu sammeln bevor er dem Trio die Fragen stellen konnte, die sich die gesamte Galaxis seit dem Beginn der Invasion stellte. „Warum greift ihr uns an? Warum gibt es diesen Zyklus? Welchen Sinn hat er? Falls er überhaupt einen hat…“ Shepard wusste, dass seine Fragen nichts weiter als ein Versuch waren sich auf etwas Anderes als seine jetzige Situation zu konzentrieren und die Reaper seine vagen Formulierungen auch einfach missverstehen konnten. Umso mehr überrascht war er, als der Vorbote seine Augen auf Ihn richtete und seine Lautsprecher aktivierte. „Sie sind der Mensch, den sie Shepard nennen“, stellt der Reaper fest, während seine Stimme durch die Halle donnerte. Shepard wich einen halben Schritt zurück, als der Vorbote einen Schritt auf ihn zu machte, und der Unbekannte sich gewohnt gelassen eine Zigarette anzündete, interessiert beobachtend wie immer, er schien den Reapern freien Lauf zu lassen. Shepard schüttelte sich kurz um sein Zögern abzuschütteln und machte dann entschlossen wieder einen Schritt auf den Vorboten zu, der versuchte ihn mit seinem starken Auftreten zu manipulieren. Doch das würde nicht funktionieren, nicht bei ihm.
Er beschränkte sich schon zu lange darauf auf sein Schicksal zu warten, er musste etwas tun. „Ja, ich bin John Shepard! Allianz Commander und ein organischer, fehlerhafter Mensch, genauso wie alle anderen Völker in ihren Augen doch so fehlerhaft sind. Doch trotzdem brachten wir die Völker der Galaxis hinter uns und warfen uns ihnen entgegen, weil wir beschützen, was uns am Herzen liegt!“ Shepard atmete kurz durch bevor er fortfuhr und dabei dem Vorboten direkt in die leblosen Augen sah. „Ich habe auf ungezählten Planeten gegen ihre Handlager gekämpft. Und sie aufgehalten! Auf Eden Prime! In Sarens Basis auf Virmire! Auf dem Mond Palavans! In den Einöden Tuchankas! Auf der Heimatwelt der Asari! Und auf der Citadel selbst! Ich habe Sovereign davon abgehalten das Portal der Citadel zu öffnen! Ich habe die Kollektoren-Basis und das Alpha-Portal zerstört! Und warum? Weil ich diejenigen beschütze, die mir lieb und teuer sind. Jeder einzelne in der Galaxis hat seit Beginn der Invasion aus genau dem gleichen Grund gegen sie gekämpft, und viele haben ihr Leben dabei gelassen. Jeder einzelne der starb, starb weil sie das hatten, was ihnen fehlt! Ein Herz, um zu fühlen, zu leben und zu lieben! Etwas, das ihnen einen Grund gab diese Galaxis zu bevölkern und zu verteidigen! Aber sie haben nicht eines von diesen Dingen! Deswegen will ich verdammt noch mal wissen: welchen Ausrede haben sie für ihre Existenz?!“
Shepard atmete schwer und die Verletzungen der Schlacht meldeten sich schmerzhaft wieder und zwangen ihn dazu die Zähne zusammen zu beißen. Er hatte sich in kürzester Zeit komplett in Rage geredet und sah erst jetzt, dass der Vorbote einen Fußbreit zurückgewichen war und ihn durchdringend anzusehen schien. Wie von weitem hörte der Commander wie eine einzelne Person zu Klatschen begann. „Sie machen ihrem Ruf aller Ehre Shepard! Das Feuer in ihnen ist noch nicht erloschen“, lobte der Unbekannte, kein Stück Ironie schwang in seiner Stimme mit. „Sparen sie sich Ihr Lob. Sie sind nicht besser als die“, knurrte Shepard und nickte zu den Reapern, alleine sie zu sehen, ihre Aura der Furcht zu spüren, ließ die Wut wieder hoch kochen, die ihn auch in den tödlichsten Kämpfen noch am Leben erhalten hatte. „Wahrscheinlich sind sie sogar schlimmer als sie. Die Reaper sind Maschinen, sie wurden ohne Herz oder Gefühle erschaffen, sie dagegen waren einst ein Mensch. Jetzt sind sie nur noch ein gefühlskalter Narr, der glaubt Gott spielen zu könne, ohne Rücksicht auf Verluste oder seine eigene Menschlichkeit.“
Shepard atmete zischend aus, der Unbekannte durchbohrte ihn mit einem bösen Blick und setzte gerade an ihm eine Antwort zu geben, als die Lautsprecher des Vorboten erneut erwachten. „Sie sind ein fehlerhaftes, organisches Wesen aus einer jungen Rasse,…“ begann der Reaper mit bebender Stimme und wiederholte dabei was Shepard zuvor gesagt hatte, „…ein Mensch. Doch sie leisten immer noch Widerstand, wo andere bereits gebrochen am Boden lagen…“ „Ich liege bereits, ich beiße nur den Leuten in die Füße, die mir zu nahe kommen“, konnte Shepard sich nicht verkneifen sarkastisch zu kontern. Tatsächlich hätten viele andere an seiner Stelle bereits alle Hoffnung fahren lassen und er war vor kurzem selbst nicht weit von diesem Punkt entfernt gewesen. Doch es gab auch mehr als genug, die genau in diesem Moment den Kampf gegen die Reaper über der Erde nicht aufgaben, und da Shepard ohnehin der Tod oder die Unterdrückung durch Cerberus drohte, konnte er zumindest kämpfend untergehen, wie so viele andere auch. Erneut sah er Ashley, wie sie durch das Glas fiel, kurz bevor sie auf den Boden aufschlug, er blinzelte und versuchte an etwas anderes zu denken.
„Sie sind außergewöhnlich Mensch“, stellte der Vorbote fest. Shepard war dankbar für die Ablenkung, die der Reaper ihm bot, und zu seiner Verblüffung schwang in dessen Stimme kein Zeichen von künstlichem Hohn mit. Es klang eher wie eine Feststellung. „Sie sind das erste organische Wesen, das unsere Pläne so gründlich durchkreuzt hat.“ „Ich war nicht alleine, und ich warte immer noch auf eine Antwort“, erklärte Shepard, während er registrierte, dass ein Großteil der Cerberus-Soldaten ihn aufmerksam beobachtete. „Es ist kaum möglich für uns ihnen den Grund für unsere Existenz zu beschreiben, doch Sie haben sich ihre Siege teuer erkauft und eine Antwort verdient“, erklärte der Vorbote mit schallender Stimme. „Wir werden Ihnen die Frage beantworten, die uns auch der Mensch stellte den Sie den Unbekannten nennen und einst den Namen Jack Harper trug.“
Shepard sah kurz zu dem Kopf von Cerberus, der ihn nicht ansah und stattdessen den Vorboten fasziniert zu beobachten schien. „Seine Frage war Ihrer ähnlich und ebenso unmöglich korrekt zu beantworten wie Ihre, doch könnte man Punkte erklären, die Sie verstehen sollten.“ Shepard nickte nur und war sich nicht sicher was er tun sollte, da er eigentlich damit gerechnet hatte das der Reaper sich weigern würde seine Frage zu beantworten und auf Zeit spielen würde, doch er schien Shepards Person tatsächlich für bedeutsam zu halten. Der Vorbote nahm sich Zeit die Halle zu mustern in der sie sich befanden bevor er sich wieder auf Shepard konzentrierte und zu sprechen begann. „Unsere Existenz selbst ist unendlich. Wir waren bevor die Zeit begann, und wir werden noch sein, wenn die Sterne erlöschen. Doch Sie fragen nach dem Grund für diese unerschütterliche Existenz.“ Eine Pause entstand, die der Unbekannte nutze, um sich eine Zigarette anzuzünden und hinter Shepard zu treten, während dieser versuchte die Schmerzen zu ignorieren, die seine alten Wunden ihm immer wieder bereiteten.
„Wir sind der Grund ihrer Evolution. Unser Einschreiten erhält das Gleichgewicht ihres organischen Lebens aufrecht. Wir speichern ihr Wissen und ihre Masse in uns und der Station, einem Konstrukt das ihre Wissenschaftler bereits als einen Quell des Wissens und der Unsterblichkeit sehen. Unsere Reinigung sehen sie in ihrer Begrenztheit nur als Aggression einer fremden Rasse, die ihren Untergang will, doch wir verhindern ihn letztlich.“ Der Vorbote machte erneut eine Pause, wie als würde er jedes Wort, das er sagen wollte, einzeln abwägen. Shepard hingegen runzelte nur verärgert die Stirn, der Reaper erging sich wie alle seiner Art in kryptischen Andeutungen und machte aus seiner Arroganz keinen Hehl, doch er unterbrach ihn nicht und ließ ihn aussprechen, als der Reaper wieder ansetzte. „Unser Ziel ist es ihre Evolution zurück zu setzen, da ihre Ausbreitung weiteres, noch nicht entwickeltes Leben gefährden würde. Ihr organischen Wesen breitet euch rasend schnell über die gesamte Galaxis aus, die wir beschützen. Würden wir nicht einschreiten, würden sie mit ihrer Ausbreitung und Kolonialisierung neuer Welten den noch ungeborenen Genrationen die Möglichkeit nehmen sich zu entwickeln. Die Galaxis wäre auf ihrem fehlerhaften Stand der Evolution gefangen, ohne eine Möglichkeit sich wieder neu zu entwickeln und ihre volles Potential zu entfalten. Geschweige denn in der Lage sein, neues Leben hervor zu bringen, das nicht von Ihresgleichen beeinflusst oder unterdrückt würde. Stagnation. Ein Zustand, den wir nicht zulassen können.“
Shepard sah den Vorboten immer noch ungläubig an, als er bemerkte, dass dieser nicht mehr weiter fort fuhr und der Unbekannte zu ihm trat. „Erstaunlich, nicht wahr?“, fragte der Mann, der einmal den Namen Jack Harper getragen hatte. „Sie haben es tatsächlich geschafft einen Entschuldigung für ihre Invasion zu finden. Sie vernichten die höchst entwickelten Wesen, um zu verhindern, dass diese die natürliche Evolution behindern oder komplett zerstören… wie außerordentlich nobel von ihnen.“ Der einstige Unbekannte nahm einen Zug aus seiner neuen Zigarette und schenkte Shepard ein amüsiertes Lächeln. „Der Vorbote hat ihnen diese Antwort sogar ohne mein Zutun gegeben, und sie war sogar verständlicher als die, die man mir gab. Doch sie haben bei ihren Fragen vergessen, dass die Reaper selbst sich nicht als unsere Feinde sehen und uns, selbst wenn sie gefangen sind, nicht ehrlich antworten werden, oder können. Schließlich will niemand dass die eigene Legende durch Fakten nüchtern und distanziert betrachtet werden kann. Ich selbst brauchte einige Fragen, um mir das meiste zusammenreimen zu können, aber sehen wir lieber erst ob meine Vermutungen stimmen.“
Der Unbekannte deutet auf die Kontrolleinheit des Vorboten und der Reaper stand steif wie als würde er salutieren. „Du! Nenne mir in Erdenjahren das Jahr der Entstehung des ersten Reapers und dein Alter in demselben Zeitmaß.“ „Das ist nicht möglich“, erwiderte der Vorbote steif und knapp. Der Unbekannte grinste Shepard an, wie als bestätigte der Reaper seinen lang gehegten Verdacht. „Sehen Sie? Selbst unter meine Kontrolle gezwungen und im Angesicht der möglichen Auslöschung kann er mir kein Jahr nennen… was meinen sie Shepard? Warum kann ein so mächtiges Wesen wie ein Reaper nicht sein eigenes Alter bestimmen?“ „Er… er kann es nicht, weil er diese Zeitform nicht kennt?“, riet Shepad aus dem Bauch heraus. Der Unbekannte rollte nur missbilligend mit seinen fremdartigen Augen. „Shepard, die Erde war das erste Ziel der Reaper, Sie können mir glauben, sie haben mehr als genug Daten von unserem Heimatplaneten oder unserer Rasse, dass sie unsere Zeitrechnung bestimmen können. Nein Shepard, ich habe mich mit dem Thema auseinandergesetzt, als die Reaper meine Fragen noch für bald wieder abklingende Neugier hielten, und meine Theorie ist einfach: Sie können sich nicht so weit zurück erinnern, dass sie uns eine korrekte Antwort geben könnten.“ Shepard blieb nichts anderes übrig als den Unbekannten einen verwirrten Blick zu zuwerfen.
„Das ist doch Schwachsinn, die Reaper sind…“ „Meine Idee hat durchaus seine Gründe, Shepard. Man kann zwar nicht das wirkliche Alter der Reaper bestimmen, und nur auf einige Milliarden Jahre zurückrechnen, aber sehen sie kurz…“ Der Unbekannte wies auf Luzifer und der Reaper aktivierte die Lautsprecher seiner Einheit. „Welche Reaper wurden als erstes gebaut? Zähle die ersten Reaper der Fertigstellung nach auf.“ „In der ersten Ära wurde mein Körper fertiggestellt, dann wurde der vollendet, den ihr den Vorboten nennt, als letztes bekam der Sovereign genannte seinen Körper. Alle anderen schmiedeten wir mit unseren eigenen Händen“, erklärte Luzifer, mysteriös wie alle anderen seiner Art. „Keine Sorge Shepard, die Reaper erschienen nicht einfach so und wurden auch nicht von irgendeinem Gott zurück gelassen, trotz der mysteriösen Aussprache unseres Freundes. Doch trotzdem: Wer hat die Reaper erbaut?“, stellte der Unbekannte nun seine nächste Frage direkt an den Vorboten. „Wir sind. Wir waren. Wir werden sein“, erklärte der Reaper steif. Der Unbekannte schüttelte den Kopf und der Vorbote verlor für einen kurzen Moment das leuchten in seinen Augen bevor er seine Antwort korrigierte. „Wir wurden geschmiedet und schmiedeten uns selbst, als die Sterne noch jung waren, doch wir wissen nichts mehr von der Zeit des Chaos, die uns schließlich in den Orkus-Nebel führte, wir bleiben euch eine Antwort schuldig, Mensch.“ Der Unbekannt nickte selbstgefällig und dreht sich wieder zu Shepard.
„Was hat das zu bedeuten?“, fragte der Commander, der die Sache immer noch nicht ganz verstand. „Wie Sie gerade gehört haben, scheinen die Reaper kaum etwas über ihre eigene Entstehung zu wissen, sie nennen sie die Zeit des Chaos. Was das zu bedeuten hat? Warum sie sich nicht an diese Zeit erinnern können, wissen wir im Moment nicht. Aber vielleicht haben die ersten drei Reaper, die wir glücklicherweise hier bei uns haben, in dieser Zeit ihre Schöpfer überwunden, die sich ähnlich wie wir nun zu weit ausgebreitet hatten und der Evolution den Weg versperrten? Ein Hinweis darauf wären die Portale und die Citadel und das Konstrukt hier, vor allem die Citadel ist schließlich so angelegt worden damit organische Wesen auf ihr leben können. Oder vielleicht waren die Reaper sogar das Ziel dieser Rasse und sie schufen sich selbst ihre eigenen, mächtigen Götter? Und die Reaper erschufen die Massenportale und die Citadel doch einfach selbst? Doch wie, und vor allem wofür, da diese Portale unsere Evolution schließlich um Welten schneller vorantrieben. Alles Fragen, die wir wohl nur herausfinden, wenn wir die Reaper schlussendlich kontrollieren und ihr Wissen erforschen können, um schließlich auch das Geheimnis ihrer Schöpfung zu erfahren.“
Der Unbekannte sah Shepard fast auffordernd an, seine Lippen umspielte immer noch ein selbstgefälliges Lächeln. Shepard entschloss sich die Initiative zu ergreifen. „Aber was ist mit den Portalen? Warum haben Sie sie nicht bereits gefragt, warum sie existieren? Schließlich ist das keines ihrer Geheimnisse aus der Vergangenheit“, fragte er und der Unbekannte nickte nur wie als hätte er diese Einwände erwartet. „Sie haben Recht. Aber hören wir uns erst einmal an, was die Reaper uns sagen würden…“ Sovereign trat auf Befehl des Unbekannten wieder vor und gab ihnen eine Antwort ohne das der Unbekannte ihm eine Frage stellen musste, zumindest keine die Shepard mitbekam. „Die Massenportale sind unsere Garantie damit die organischen Wesen sich nach unseren Gutdünken ausbreiten und die Citadel als den Sitz ihrer mächtigsten Völker festigen, damit sie bei unserer Ankunft keinen großen Widerstand leisten würden wenn die Citadel erobert wurde. Ein Plan der bis zu Letzt immer aufging. Mit Hilfe der Massenportale können die Völker sich nach unseren Maßstäben ausbreiten und passen somit in unseren Zyklus, der essential für den Erhalt der Evolution ist.“
Der Reaper machte einen Schritt rückwärts und gliederte sich wieder in die Reihe der anderen beiden. „Nun Shepard, ich schätze dies ist Ihnen nicht fremd, und genauso plausibel wie verständlich, man sorgt dafür, dass der Gegner sich nach den eigenen Plänen entwickelt. Doch ich finde die Frage viel wichtiger: was ist mit den Organischen, die die Reaper verarbeiten? Fragen Sie sich nicht auch, warum die Reaper doch eindeutig organische Wesen benötigen, um neue Reaper zu herzustellen?“ Bevor Shepard auf die Frage des Unbekannten reagieren konnte, winkte dieser und Luzifer trat vor. „Warum benötigen die Reaper organische Wesen? Und warum besonders Menschen? Die Citadel war schließlich im Orbit der Erde, um die Massen an organischem Material direkt hier her, zu dem neuen Reaper transportieren zu können.“ Kaum hatte der Unbekannte seine Frage fertig ausgesprochen, gab ihm Luzifer auch schon eine Antwort. „Wir verarbeiten nur die vielversprechendsten und genetisch passenden Rassen zu Reapern, in diesem Zyklus sind es die Menschen, unpassender und unwürdiger Rest wird ausgelöscht, assimiliert, indoktriniert oder in minderwertige Körper umgewandelt. Wir brauchen neue Reaper, um die Leistung des Konstrukts zu gewährleisten und zu verbessern und die verarbeiten Völker sollen eine neue Form des Seins erreichen können damit ihr Potential nicht verloren geht.“ Der Unbekannte lachte leicht und schüttelte den Kopf, während Shepard der Witz verborgen blieb. „Entschuldigen sie Shepard, aber es ist doch amüsant zu sehen, dass die Reaper nie um eine verständliche Antwort verlegen sind, schließlich begehen sie keinen Massengenozid, nein, sie verbessern nur ihren Super-Computer und erhöhen unsere…“ „Es ist ja nicht so als würden sie Experimente an schutzbefohlenen Flüchtlingen durchführen“, bemerkte Shepard kalt. „Seien sie nicht so ignorant! Was ich tat, tat ich, um die Menschheit zu retten! Wir beide haben dasselbe Ziel!“
Jack Harper durchbohrte John Shepard mit ärgerlichen Blicken und schüttelt den Kopf, als der Commander den Blick nicht abwandte. „Wie auch immer, falls es ihnen nicht aufgefallen ist, die Reaper haben große Teile der Bevölkerung auf der Erde bereits aufgebraucht und im Verhältnis nur wenig organisches Material an den noch unfertigen Reaper geschickt. Warum?“ Der Unbekannte machte eine kurze Pause, nur um dann seine eigene Frage selbst zu beantworten. „Die Reaper haben den Großteil der Menschen selbst in sich aufgenommen. Sie benötigen das Material selbst, vor allem von so vielversprechenden Lieferanten wie uns. Bestände das Universum nur aus kahlen Felsplaneten wären die Reaper schon längst ausgestorben. Sie benötigen organisches Material, um ihre Körper zu betreiben und transferieren so sogar Wissen, letztlich würden sie ohne uns aussterben, wie wir ohne Wasser oder Nahrung vergehen. Das ist wohl auch einer der Gründe warum sie sich hierher zurückziehen, um einen Winterschlaf einzulegen bis es Zeit für den nächsten Zyklus wird, der sie wieder mit neuem Material versorgt. Zumindest so viel konnte ich bei meinen Studien über die Reaper lernen. Was die Massenportale angeht, diese sind nicht nur dafür da damit wir uns nach dem Willen der Reaper ausbreiten, sondern auch damit wir uns schnell genug ausbreiten und den Reapern im angemessenen Zeitraum als Ernte dienen können. Das widerspricht zwar ihrem Ziel die Evolution zu garantieren, doch letztlich werden wohl alle Völker die die Raumfahrt beherrschen angesehen als wären sie bereits auf dem Gipfel ihrer Evolution, und ohne den Erhalt ihrer eigenen Art wäre es ihnen ohnehin nicht mehr möglich ihr eigentliches Ziel zu erreichen. Am Ende können wir nur festhalten, dass die Reaper wohl selbst glauben, dass sie die Evolution beschützen und das….“
„Sir!“ rief einer der Cerberus-Wissenschaftler und unterbrach den Unbekannten. „Wir sind kurz davor den Raum zu verschieben! Die Geräte und Mechanismen sind vorbereitet.“ Jack Harper nickte und drehte sich ohne ein Wort zur die Mitte des Raums, wo die Wissenschaftler ihre Geräte um das dunkle Loch herum aufgestellt hatten und die Reaper-Konsolen untersuchten. „Wir sind fast so weit. Machen Sie sich bereit Shepard, es wird nicht mehr lange dauern bis ihre Operation durchgeführt wird und die Schlacht um die Erde zu einem Ende kommt. Und jetzt entschuldigen sie mich, ich muss noch diesen Raum verschieben“, bemerkte der Unbekannte bevor er mit schnellen Schritten in Richtung der Raummitte verschwand, einige Cerberus-Soldaten folgten ihm dicht auf. Shepard sah ihm kurz nach bevor er sich wieder den Reapern zuwandte, die wie Statuen ohne Bewegung in einer Reihe standen, unbeweglich, unnahbar, unzerstörbar. Beinahe hätte der Commander das Signal übersehen, das einer der Reaper ihm gab. Luzifers rechtes Auge schien eine Fehlfunktion zu haben und dimmte sich dreimal kurz ab bis Shepard der Fehler auffiel und der Reaper ihn plötzlich direkt ansah. Bisher hatten die mechanischen Augen der Kontrolleinheiten kaum verraten können, wen die Reaper überhaupt fokussierten, doch nun überlief Shepard ein kalter Schauer, als ihm klar wurde das der Reaper ihn direkt ansah, und zwar nur ihn. Shepard trat vorsichtig näher an die Kontrolleinheit heran und erwiderte den Blick, was wollte der Reaper von ihm? Und warum konnte er... „Achtung!“, rief einer der Wissenschaftler und gab den Cerberus-Soldaten Handzeichen. „Das Raum-Modul bewegt sich gleich!“ Shepard folgte dem Beispiel der Männer und suchte etwas an dem er sich festhalten konnte, doch als der Boden plötzlich erbebte, blieb ihm nichts anders übrig, als instinktiv nach der plötzlich ausgestreckten Hand des Reapers zu greifen. Während der separate Raum in dem sie sich befanden durch alte und bisher kaum genutzte Mechanismen weiter verschob und seine Position so wechselte, dass er sich auf den halb fertig gestellten Reaper zubewegte, der an den Ring der Station andockte. Diese Verschiebung dauerte kaum mehr als fünf Minuten und die Soldaten hatten Mühe sich durch das Beben auf den Beinen zu halten, während Shepard von dem Reaper schon fast sanft festgehalten wurde, damit er nicht zu Boden stürzte. Doch der Commander bemerkte das Beben kaum, dafür war es ihm als dauerte die Verschiebung des Raums fast dreimal so lang. Genau genommen bemerkte er von der Verschiebung kaum etwas. Der Reaper hielt ihn in seinen Klauen.
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