Mass Effect 3 - Citadel - Kritik von Winyett Grayanus

Datum: 08.03.2013
Luceija | Winyett Grayanus | Butzilla


Mass Effect - Citadel (XBox 360):

Das neue ME3-Abenteuer bietet uns etwas, das es im Spiel bisher noch nicht gab ... was das ist? Landurlaub für die ganze Truppe, inklusive eines eigenen Appartements für Shepard. Klingt klasse, oder? Aber natürlich läuft mal wieder nichts so, wie es soll und Shepard gerät nebenbei in ein Komplott unbekannter Verschwörer. Das Ziel? Shepard selbst...




Teambesprechung Pizzabote



"Citadel" soll die voraussichtlich letzte Erweiterung zu Mass Effect 3 sein - wenn das nicht eine gute Gelegenheit ist, um mit höchsten Erwartungen ins neuste Shepard-Abenteuer zu starten. Ob sich der neuste Ableger lohnt, haben wir von ME-U extra für euch getestet.

"Citadel" kann frühestens nach dem Angriff auf die Citadel durch Cerberus gestartet werden und spätestens vor dem Angriff auf deren Basis - es lohnt sich also, noch einen Spielstand aufzuheben, um direkt starten zu können - optimalerweise mit allen Charakteren, die das Spiel zu bietet hat, denn man wird mit einigen, netten Dialogen belohnt.

Was mit gut gefällt, ist, dass der DLC eine schöne Mischung aus ruhigen Szenen und Action bietet - es gibt viel Interaktion mit den Squadmitgliedern, viele witzige Sprüche ein zwei abwechslungsreich gestaltete Gebiete, in denen Shepard es mal richtig krachen lassen kann - da stört es nur relativ wenig, dass das Komplott um Shepard sich ordentlich an ein paar Videospiel-Klischees bedient und deshalb nicht ganz frisch wirkt. Die Geschichte mitzuverfolgen lohnt sich aber trotzdem, da es ein paar Wendungen gibt, mit denen man nicht unbedingt rechnet. Nach der Haupthandlung gibt es außerdem ein Casino und eine Kampfarena, in denen man noch etwas Zeit herumbringen kann sowie die Möglichkeit, sein Appartement (mit minimalen Auswirkungen allerdings) einzurichten.

Positiv fällt die leichte Atmosphäre auf, die den ganzen DLC über herrscht: Es werden Witze gerissen, hier und da mal ein Schenkelklopfer und generell merkt man von der Bedrohung durch die Reaper nicht viel. Manch einer mag nun einwenden, dass so etwas nicht richtig in die Handlung passt - mag sein. Ich empfand gerade diesen starken Kontrast zum Hauptspiel als sehr angenehm - Urlaub eben.




Shepard



Negativ fallen dagegen manche Sachen auf, die hätten sein können - so etwas wie stärker (oder überhaupt) beeinflussbare Dialoge mit den Squadmitgliedern. So amüsant die Gespräche mit ihnen auch sind, steht man doch größtenteils nur dabei und lässt das Gespräch abspulen. Nur ist das leider etwas, woran auch schon das Hauptspiel litt, was schade ist, denn dialogtechnisch hätte der DLC noch weitaus mehr Spaß machen können und das Ausprobieren verschiedener Dialogoptionen hätte den Wiederspielwert deutlich erhöht.
Zum Schluss könnte man noch darüber diskutieren, ob ca. 15 EUR für 3 Stunden Spielzeit angemessen sind - ich für meinen Teil meine nicht, dass ich mir den DLC dafür gekauft hätte, kann aber auch nicht sagen, dass mir die 3 Stunden keinen Spaß gemacht hätten. Letztendlich muss das wohl jeder für sich entscheiden und abwiegen, ob ihm 3 relativ spaßige Stunden diese stolze Summe wert sind. Ein Muss ist die Erweiterung nicht - aber wer sich ein paar Stunden mehr mit seinen Lieblingscharakteren gewünscht hat, der könnte hier auf seine Kosten kommen.

Lohnt es sich also, Mass Effect 3 noch einmal aus dem Schrank zu holen? Letztendlich kommt "Citadel" zwar nicht ganz an die Spannung des Shadow-Broker-DLC heran, wer ein wenig Spannung und eine ordentliche Portion Spaß sucht, ist hier aber dennoch genau richtig. Mir hat das letzte Shepard-Abenteuer trotz der paar Kritikpunkte gefallen.



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